Die Seifenblase ‚vielleicht‘

von Bert

Zur Zeit fällt es mir schwer, hier was zu schreiben. Im Leben ist einerseits nichts los, alles allgenwärtiger allgemeiner absoluter anspruchsloser Alltag. Und dann sind dann doch dauernd irgendwo potentielle Möglichkeiten – nichts, was wirklich greifbar wäre, nichts, mit dem ich auch nur rechnen könnte. Es gibt sie einfach wie bunte Seifenblasen, von denen man auch nie weiß, welche man dann zerstechen kann (OK, ein etwas schiefes Bild – aber man mag es mir um die Uhrzeit verzeihen).

Es sind einfach eine Menge von ‚vielleichts‘, die ganz schnell platzen können, die aber vielleicht doch den Status des ungewissen verlassen und sich manifestieren könnten. Das hat sich heute Nacht auch im Schlaf gezeigt, denn das war kein Schlaf, definitiv  nicht, aber auch kein Wachen.

When days opression is not eased by night,
But day by night and night bay day oppressed.

Nacht kann des Tages Last nicht milde enden,
Weil Nacht den Tag und Tag die Nacht beschwert.

(William Shakespeare / Christa Schuenke: Sonett 28)

Es ist ein Lauern auf die mögliche Zukunft. Und damit bin ich flugs bei Robert Musil, der ja im Mann ohne Eigenschaften sich darüber auslässt, dass, wenn es einen Wirklichkeitssinn gibt es auch einen Möglichkeitssinn geben müsste. Aber darüber mal gesondert.