OITNB

von Bert

Bin nun durch. Fünf Staffeln. Täglich eine Folge (fast). Das war jetzt wirklich eine nette, unterhaltsame, schöne, spannende, anrührende, lustige, ironische, … Begleitung. Klar, man erkennt die Stellen, an denen es schnell gehen musste, an denen denen den SchreiberInnen nix eingefallen ist. Aber es gibt eben auch wirklich herrlich komische oder ironische Stellen, spannende Momente, rührende Szenen, …

Ich steh‘ jetzt echt nicht so auf Frauengefängnis und Frauensex ist nun auch nicht gerade das, was mich in Wallung bringt, aber es gab für mich zwei interessante Beobachtungen:

  • In der Serie lieben in erster Linie Frauen Frauen. Aber auch Frauen Männer und umgekehrt so wie Männer Männer. Mir war das selten so egal. Üblicherweise geht von manchen Konstellationen ein gewisser Reiz aus – aber die Serie schafft es wirklich, sämtliche Spielarten als das hinzustellen, was sie sind: Liebe oder Sex oder beides. Zudem gibt es herrliche ‚Zwischentöne‘. Und es bewahrheitet sich einfach mal wieder: Zwischen weiß und schwarz gibt es eine Menge Grautöne.
  • Was mich aber am meisten ‚irritiert‘ hat war, dass ich in allen Hauptdarstellerinnen (und das sind über fünf Folgen nicht gerade wenige) Frauen wieder erkannt habe, die ich aus meinem realen Leben kenne – leider halt nur nicht Poussey. Das jetzt nicht überwiegend im Aussehen (auch wenn es da immer ausreichend Ähnlichkeiten gab), sondern viel mehr in der Art und Weise das Leben oder Probleme anzugehen. Das hat mich bei der ein oder anderen Folge dann doch leicht irritiert, denn es war manchmal so einer Art ‚Vorschau‘, was da noch kommen könnte.

Auch wenn er es nicht liest: Besten Dank an C.!