WSMDEGT 01/18

von Bert

Wie vorletzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Der Wecker klingelt.
6:30 – Ich haue drauf.
6:31 – Beschließe nicht aufzustehen.
6:35 – Der Wecker klingelt.
6:38 – Ich beschließe, doch aufzustehen.
6:39 – Verkürzte Morgenroutine im Bad – gestern habe ich gebadet.
6:50 – Angezogen in der Küche: Tee kochen, Brote schmieren, Zeitung lesen, Radio hören.
7:16 – Die Straßenbahn hinterm Haus (mit mir drin) fährt los – wohl die letzte Fahrt dieser Art.
7:38 – Die Stechuhr an der Arbeit piepst.
7:44 – Huch! Ein Vorgang! Schon wieder!
9:57 – Ich beschließe, heute richtig früh zu gehen. Ich habe, wie immer, kaum was zu tun, zu Hause warten genug Dinge, wie beispielsweise verschiedene Ummeldungen. Schließlich ziehen wir am Donnerstag um.
11:15 – Mit der Straßenbahn zurück.
11:45 – Geschirr spülen. Versuche derweil meinen Mann dazu zu überreden, doch bei diesen blöden Servicenummern anzurufen denn ICH HASSE ES MIT DUMMBLÖDEN MASCHINEN REDEN ZU MÜSSEN! Immerhin müssen wir das Kabel abbstellten, Telefon und Internet umbestellen, auch die Zeitung braucht die neue Adresse.
11:55 – Er lässt sich einfach nicht wirklich überreden, klärt dann aber heldenhaft das mit dem Kabelanschluss.
12:05 – Ich greife zum äußersten, nämlich zum Telefonhörer und rufe Vodafone an – ein Unternehmen mit dem denkbar schlechtesten Service der Welt. (Eine Kurzzusammenfassung einer von unzähligen Leidensgeschichten HIER.)
12:20 – Sprachlosigkeit. Es soll nur zwei Wochen dauern. Einen neuen Router wollen sie auch schicken (da musste ich dann doch laut lachen). Fest steht: Ich glaube nicht daran und nehme es als gerechte Strafe, mich nicht schon früher (also Mitte letzten Jahres) darum gekümmert zu haben.
12:25 – Weil nix anders im Haus ist: Brötchen mit selbstgemachter Taubenterrine.
14:45 – Erwachen aus kommatösem Mittagsschlaf.
15:00 – Expedition in den Keller.
16:00 – Den Entrümpler kommt pünktlich auf die Minute. 300 will er für einen besenreiner Keller und Abholung von u.a. fünf Schränken.
16:30 – Mein Mann schickt mich in die Zwangsdusche wegen dem echt dreckigem Keller und der Angst vor irgndwelchen Schimmelsporen. Ich bin gehorsam.
16:45 – Internet. Das und jenes und selles. Derweil immer mal wieder durch die Wohnung, die nun deutliche Tendenzen der Auflösung zeigt.
18:00 – Abendessen: Linsensuppe
18:51 – Straßenbahn
19:01 – Erstes Glas Wein mit V. Wir sitzen in der Kneipe am Fenster. Ist mir recht. Denn so kann jede/r sehen, welch schöne Frau mit mir ausgeht! Ha, ich liebe diese ungläubig-neidischen Blicke.
22:10 – Wieder zu Hause. Hosen aus. Feierabend. Morgen ist auch noch ein Tag. Und bis dahin: House of Cards.