Laberrunde

von Bert

Die monatliche Laberrunde. In der Zwischenzeit mag ich sie ja sehr, denn die Supervisorin ist einfach richtig gut.

Heute haben wir sogar drei Themen geschafft, weil wir überraschend schnell immer an die jeweiligen Kerne gekommen sind.

Nummer drei war übrigens mein Thema. Ich knapse nach wie vor an diesem Gespräch und jetzt an den Rückmeldungen. Ich bin ja echt so eher ein rationaler Typ und gehöre zu denen, die gerne Struktur (mit definierten Ausnahmen (notfalls auch undefinierten)) haben. Struktur heißt für mich, dass man wenn man über Sex reden will, nicht übers Kochen redet und sich im Austausch von Kochrezepten ergeht.

Aber da gab es eben dieses Gespräch, bei dem ich rational und bewußt spontan mich entschied, eben nicht überlegt-rational zu sein, sondern aus dem Bauch heraus zu antworten.

Und als ich von den knapp fünf Minuten erzählte – denn länger war das Gespräch wirklich nicht – hatte ich wieder Herzklopfen wie während dem Gespräch.

Ich bin jetzt nicht wirklich viel schlauer, aber a) ich kapiere, dass ich noch ein Stück mehr meinem Bauch vertrauen (!) kann (und sollte) und b) es gibt eben wohl ‚magische‘ Momente, bei denen zwei Menschen zufällig aufeinandertreffen und für diesen einen einzigen Moment ganz genau das sind, was gerade nötig / notwendig ist.

Und dank der Supervisorin beginne ich zu kapieren, was er Unterschied zwischen Therapie und Seelsorge ist.

Da gibt es noch einen Weg, den ich gerne in Angriff nehme, auch wenn es teilweise steil werden wird.