Durch die Zeit

Monat: April, 2018

Ungeteilt.

Ein bisschen böse hört sich es ja schon an, aber heute und gestern gab es so zwei Momente, wo ich es ganz OK fand, dass mein Mann nicht da war. Heute war A. da, gestern saß ich bei A. und  Z. im Garten. Mein Mann musste derweil arbeiten. Mir gab es aber die Gelegenheit, mit dem jeweiligen Gegenüber so reden zu können, was mich interessierte. Kurz gesagt, ich musste die anderen nicht teilen. Und das hat, wie ich finde, eine ganz andere Dynamik. Und ich brauche definitiv mehr davon.

Heiße Luft

Definitiv nicht mein Tag gewesen. Im Job nix zu tun, dafür aber eine „Stehung“, die sich mal wieder auf qualvolle 45 Minuten erstreckt, weil jede/r der BeraterInnen angeben muss, wie toll sie / er ist – aber nicht bemerkt, wie viel heiße Luft sie absondern ohne inhaltliche Substanz.

Dann, wie so oft, viel alleine – und trotz Sonne zogen dann Wolken vor’s Gemüt. Und da haben sie sich jetzt festgesetzt.

Metalaberei

Gestern die Vorstellung der neuen Supervisorinnen und Supervisoren in Verein 1. Nach einer halben Stunde war klar – die sind mir alle zu pastoral-salbungsvoll, zu denen werde ich sicher nicht gehen. Bleibt mir leider halt nur ein unglücklicher Montagstermin (da ist eigentlich Sport) oder ich wechsle in eine 14-tätige Gruppe (was mir zu oft ist). Aber da ich noch nen Monat mit der Wahl Zeit habe, kann ich ggf. mit der Geschäftsführung vereinbaren, die zweite Variante nur monatlich besuchen zu müssen.

Viel interessanter waren aber die paar Minuten zuvor. Ich hatte nämlich G. gefragt, was für Entscheidungen bei der letzten Vorstandssitzung herausgekommen wäre, an der ich – erst das zweite Mal in sieben Jahren – hatte nicht teilnehmen können. Statt einer Auskunft erhielt ich ein: „Oh B., wenn Du nicht dabei bist, läuft das alles nur schief!“ Das verwunderte mich dann doch sehr, denn meinen ‚Einfluss‘ auf die Sitzung erachte ich als eher gering. Jedenfalls erfuhr ich, dass der verlängerte Zeitrahmen nochmals erheblich gesprengt wurde und dass in der zweiten Hälfte die Stimmung wohl in Richtung Streiterei gekippt ist. Muss richtig großes Theater gewesen sein – und das will in diesen Kreisen echt was heißen.

Lustigerweise sprach mich dann auch noch der Vorsitzende an, der wissen wollte, ob ich bei der nächsten Sitzung wieder dabei wäre.

 

Ungerecht

Wenn T., der BMW*-Trainer von Montag, mal nicht konnte, dann hat ihn seine Frau S. vertreten. Eine Peruanerin, die wohl in ihrem richtigen Leben irgendwelche geheimen Kräfte zu Höchstleistung drillt. Übernahm sie bei uns Altherren das Kommando, krachten die Knoche nur noch so. Nur zehn Einheiten, versprach sie vor jeder Übung, dass sei ja nicht viel und man könne auch gleich mal anfangen. Und dann zählte sie in ihrer Art die zehn Wiederholungen mit einer quasi lachenden Stimme runter: 10 – 9 – 8 – 7 – 9 – 8 – 7 – 6 – 5 – 4 – 6 – 6 -5 – 5 – 5 – 4 – 4 – 4 – 3 – 5 – ….  Das war echt höllisch manchmal – vorallem, weil sie mitmachte und  man ihrer Stimme irgendwelche Anstrengung nicht anhörte.

Jetzt hört T. auf, weil er sie pflegen muss. Nach Krebs und Chemo jetzt Herzinsuffizienz mit einer Leistung von gerade noch 15 Prozent.

Das erinnert mich dann an meinen Vater und meine Lieblingstante. Das ganze Leben lang gesund gelebt, weder gesoffen noch geraucht noch übermäßig gegessen oder sonst was – und dann – zack.

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* BMW = Bauch muss weg

Weißware

Es war schon länger klar, dass unsere Waschmaschine nicht mehr ewig halten würde. Samstag machte sie nun nicht nur schreckliche Geräusche sondern stank auch irgendwie so, dass niemand mehr Lust hatte, sie nochmals anzuschalten.

Also heute zum Weißwarenhändler in der Absicht, eine neue zu kaufen. Elf Minuten später stand ich wieder an der Straßenbahnhaltestelle.

Übermorgen wird sie geliefert.

Vom jungen Bär

Gestern für einen kurzen Moment mich mal wieder so richtig jung gefühlt, und das nur, weil jemand auf der Bühne sagte: „Ich bin hässlich wie ein Bär“.

# 490

2018-03-21 17.15.31-2

outdoor

Nicht, dass mir gerade einer abgeht oder ich nicht weiß, wohin mit meinem Ständer – nein, so ist das nicht, aber irgendwie ist es dann doch ein Lustgefühl, die Wäsche draußen auf der Wiese aufzuhängen.

Das muss irgendwie total tief in meiner Kindheit versteckt sein, denn seit ich sieben bin, gab es immer einen Trockraum, in meinen eigenen Wohnungen, trocknete die Wäsche eben im Zimmer oder im Flur. Seit wir hier eingezogen sind, freu‘ ich mich wie ein Schneekönig, die große Wiese nutzen zu können.

Es ist jetzt nicht auch so, dass ich heute beim ersten Mal gleich meine ganze Reizwäsche rausgehängt habe, insbesondere diesen hübschen goldenen String mit dem Elefantenrüssel vorne dran … wer jetzt glaubt, das ich sowas habe (also String mir Rüssel, alles andere ist, glaub ich, vorhanden) der / die ist selber dran schuld! … nein, es waren nur ein paar Handtücher – aber jetzt renne ich alle sechs Minuten zum Fenster, um zu schauen, wie hübsch die Wäsche im Winde weht.

Und es macht definitiv richtig Spaß!

Zwecklos

Immerhin habe ich das Passwort fürs Internet geknackt, so dass ich jetzt während der Schulung in Ruhe surfen kann, denn hier werden gerade die einfachsten Grundkenntnisse von Excel vermittelt – in Zelle A3 soll die Summe aus Zelle A1 und A2 ausgegeben werden. Und der Seminarleiter hat (noch!) die Hoffnung, die Truppe mit Wenn-Dann-Funktionen so anfreunden zu können, dass sie es nächste Woche auch noch können. Zwecklos, aber so was von!

Und sie gibt es immer

Schulungsteilnehmer sind in erster Linie Gutachter für nen speziellen Bereich, der technische Kenntnisse nötig macht. Also handeln die Gespräche in der Pause meist um Autos, Maschinen aller Art, Brandschutzvorrichtungen, Spezialwerkzeuge und sonstigem Kram, mit dem der normale Laie im Detail wenig anzufangen weiss.

Geht es aber darum, auf dem Rechner eine Datei zu finden oder die gar in ein anderes Verzeichnis zu kopieren, ist bei einem Drittel das Scheitern sicher.

Mich ärgert das ganz schön, ist das doch Ausdruck einer Verweigerungshaltung. In der Zwischenzeit gehören solche Basics einfach dazu, wenn man täglich vor dem Rechner sitzt.

Dementsprechend geht es ewig langsam vorwärts, ich such derweil halt, weil ich so nett bin, Bugs in der neuen Version.

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