Durch die Zeit

Monat: Mai, 2018

Windows Update durchgeführt

Morgen kann ich daher den Rechner in die Reparatur bringen.

Nackt und doch WP-konform

dep2

Also: Man darf bei WordPress komplette nackte Tatsachen veröffentlichen solange sie nicht eindeutig pornographisch sind – Ständer ist also nicht (lag aber auch nicht in meiner Absicht). Aber Ganzkörpernacktheit geht nur dann, wenn ich meinen Blog irgendwie als ‚erwachsen‘ kennzeichne, was aber – ich bin des Englischen nicht wirklich so mächtig – einige Folgen nach sich ziehen würde. Beispielsweise, dass man in keinen Rankings auftaucht (wäre mir aber eh egal) aber auch, dass der Beitrag nicht verlinkt werden kann. Und irgendwie meine ich auch etwas davon gelesen zu haben, dass dann nicht alle Zugriff haben können – und das wäre eine Einschränkung. Also laviere ich mich einfach etwas drumrum.

Nackt oder nicht nackt?

Wie ist das eigentlich hier? Darf ich hier in meinem Blog ein Foto von einem nackten Mann zeigen – oder fliege ich dann raus?

Kurzurlaub

Draußen ziehen tiefdunkle Wolken auf. Von Ferne ist Donnergrollen zu hören. Immer mehr Blitze durchzucken die Dunkelheit. Mein Mann und mich fühlen uns dadurch nach Norditalien versetzt, denn immer, wenn wir dort waren, hatten wir mindestens zwei richtig schwere Gewitternächte. Gerade eine Art Kurzurlaub anderer Art.

Sehr frei nach Wittgenstein

Gerade ein bisschen still hier: Aber wo nichts ist, kann auch nichts geschrieben werden.

Ok, ok, ich fand’s echt lustig

Im Radio dieser Tage ging es um ‚Versprecher‘. Einer erzählte eine wirklich gute Geschichte – ich habe Tränen gelacht, denke aber, das funktioniert nur in der mündlichen Erzählung (und so gut, wie er es gemacht hat). Aber ich schreib‘ das mal hier auf, damit ich es dereinst nachlesen kann: Grundschulkind kommt aus der Schule und berichtet der Mutter, dass die Lehrerin gesagt hätte, sie müssten sich am Sonntag schön anziehen, denn dann käme der Erdbeerschorsch und würde filmen. Trotz Nachfragen der Mutter, bleibt das Kind bei diesen Erläuterungen, der Mutter gelingt es auch nicht, weitere (Rahmen)Informationen zu erlangen. Also ruft sie die Klassenlehrerin an und will wissen, was es mit dem Erdbeerschorsch denn auf sich hätte und wer das sei. Die Lehrerin erklärt: Am Sonntag käme der Erzbischof und würde firmen.

 

Hochgespült

Beim Umzug zwei Goldmünzen ‚gefunden‘. Blasse Erinnerung, dass ich sie vor Jahrzehnten von Frau H. geschenkt bekommen habe. Neugierig mal im Internet recherchiert, was sie denn wohl wert sind. Jeweils 1.000 Euro. Ups!

+ Philip Roth

Jetzt ist er also auch tot. Mit 85 Jahren jetzt nicht gerade so unwahrscheinlich – aber überraschend dann irgendwie doch. Er war für mich ohne jede Diskussion der größte amerikanische Schriftsteller der Gegenwart und wird ab jetzt zu den größten amerikanischen Schriftstellern überhaupt gehören. Und das mit Recht. Denn er war nicht nur sprachlich brillant (was ich zugegebenermaßen immer nur in den deutschen Übersetzungen genießen konnte), hat nicht nur verstanden, wie man einen Roman aufbaut und durchführt, hatte ebenfalls nicht nur eine seltene Begabung, seinen Figuren auszustatten und sie mit wenigen Sätzen zu Personen werden zu lassen, die man nicht vergisst, sondern er war vor allem eins, mutig. „Portnoys Beschwerden“, eins seiner frühen Roman und wohl das, mit dem er nahezu schlagartig berühmt wurde, macht auch heute noch jedem Jugendlichem rote Köpfe und harte Ständer, steht nach wie vor und Pornographieverdacht und dem moralischem Urteil „So was schreibt man nicht“. In anderen Romanen führt er die Amerikaner ‚an sich‘ vor (soweit das möglich ist) und entreißt Masken, Vorurteile oder sonstige (Ver)Schönerungen. Aber sein Bloßstellen ist nicht eins, um mit nackten Fingern und „ätschi-bätschi“ auf die Mitmenschen bedauernd zu weisen, sondern es ist die Entblößung mit Respekt, mit chirurgischer Präzession und klarer Erbarmungslosigkeit. Und das alles mit einer Fabulierlust, die ihresgleichen sucht.

Es werden jetzt verschiedene Romane genannt, die als sein Hauptwerk gelten sollen – „Der menschliche Makel“, „Nemesis“, „Zuckermanns Befreiung“, … – aber wenn es ein Roman gibt, der für mich Roth als den großartigen Schriftsteller zeigt, der er war, dann ist es „Sabbaths Theater“ von 1995. Allein der erste Satz gehört zu den besten ersten Sätzen der gesamten Weltliteratur: Schwöre, daß du keine anderen mehr fickst, oder es ist Schluß. Und das war nur der erste Satz – es folgen eine Menge weiterer guter!

Ich hätte ihm ja gerne den Nobelpreis gegönnt, aber wie heißt es im wirklich lesenswerten Nachruf den überraschenderweise Die Welt verfasst hat: „Ob es ihn geschmerzt hat, dass er den Literaturnobelpreis nie bekommen hat, für den er oft im Gespräch war? Ich glaube nicht. Ihm wird vollkommen gereicht haben, dass er zum exklusiven Club jener großen Schriftsteller gehörte, die das Nobelkomitee in Stockholm souverän übergangen hat: Leo Tolstoj, Mark Twain, Henry James, James Joyce, Vladimir Nabokov, Marcel Proust, Anton Tschechow. Das waren seine Leute; das war sein Rang. Mehr Ehre brauchte er nicht.“

Roth hat schon vor ein paar Jahren die Schreiberei an den Nagel gehängt und es ist jetzt leider nicht zu erwarten, dass da noch etwas in der Schublade liegt – da scheint er, der kaum in der Öffentlichkeit auftrat – sehr konsequent gewesen zu sein. Einerseits schade, andererseits: Es sind gut 25 Romane – das ist schon mal was.

 

Hier noch, quasi als Anfütterung, der Beginn von „Sabbaths Theater“:

Schwöre, daß du keine anderen mehr fickst, oder es ist Schluß. So lautete das Ultimatum, das zum Verrücktwerden unwahrscheinliche, völlig unerwartete Ultimatum, das unter Tränen die zweiundfünfzigjährige Geliebte ihrem vierundsechzigjährigen Liebhaber am Jahrestag einer Beziehung stellte, die mit erstaunlicher Freizügigkeit dreizehn Jahre lang gedauert hatte und – nicht minder erstaunlich – ebenso lange ihr Geheimnis geblieben war. Aber jetzt, da die Hormonstöße nachließen und die Prostata größer wurde, da er sich wahrscheinlich nur mehr wenige Jahre noch halbwegs auf seine Potenz verlassen konnte – und ihm womöglich gar nicht mehr so viel Zeit zum Leben blieb –, nun, wo das Ende von allem nahte, wurde ihm, unter Androhung, sie zu verlieren, auferlegt, sich vollkommen umzustülpen.

Sie, das war Drenka Balich, die allseits beliebte Geschäfts- und Ehepartnerin des Gastwirts, geschätzt wegen der Aufmerksamkeit, mit der sie alle ihre Gäste überhäufte, wegen der warmherzigen, mütterlichen Güte, die sie nicht nur einkehrenden Kindern und alten Leuten, sondern auch den Mädchen angedeihen ließ, die die Zimmer saubermachten und die Mahlzeiten servierten, und er, das war der vergessene Puppenspieler Mickey Sabbath, ein kleiner, stark untersetzter, weißbärtiger Mann mit beunruhigend grünen Augen und schmerzenden arthritischen Fingern, ein Mann, der, hätte er gut dreißig Jahre früher, bevor die Sesamstraße anlief, ja gesagt, als Jim Henson ihn an der Upper East Side zum Lunch eingeladen und gebeten hatte, sich seiner Clique von vier oder fünf Leuten anzuschließen, all diese Jahre hindurch in dem großen Vogel Bibo hätte stecken können. Anstelle von Carroll Spinney hätte dann Sabbath in Bibo gesteckt, Sabbath, der auf dem Walk of Fame in Hollywood einen Stern hatte, Sabbath, der mit Bob Hope in China gewesen war – woran ihn jedenfalls seine Frau Roseanna damals gern erinnerte, als sie noch zwei unwiderlegbare Gründe hatte, sich zu Tode zu trinken: das, was geschehen war, und das, was nicht. Da Sabbath jedoch in Bibo kein bißchen glücklicher gewesen wäre, als er es in Roseanna war, machten ihm diese Vorhaltungen nicht viel aus. 1989, als Sabbath wegen schwerer sexueller Belästigung eines Mädchens, das vierzig Jahre jünger war als er, sein öffentliches Ansehen ruiniert hatte, mußte Roseanna infolge des durch den demütigenden Skandal herbeigeführten alkoholischen Zusammenbruchs einen Monat in einer psychiatrischen Anstalt verbringen.

Na denn

Die ominösen Schmerzen im rechten Unterarm entpuppen sich als ein schnöder ‚Tennisarm‘. „Das kann etwas dauern“ meinte der Orthopäde und zeigte mir eine Übung: „3 x 30 am Tag – und abwarten.“

Nix für mich

Die Wohnung, in die wir im Januar eingezogen sind, haben wir ja fast nur deswegen bekommen, weil die Familie, die hier einziehen wollte (der Mietvertrag war schon unterschrieben) kurzfristig einen Rückzieher gemacht hat. Die haben nämlich, wenn auch ’nur‘ für sieben Jahre, gleich ein ganzes Haus mit Garten angeboten bekommen. Gestern hatten sie uns zum Grillen eingeladen. Und so schön das da auch ist – eine Chance, sich einigermaßen ungetstört nackt in die Sonne zu setzen gibt es bei denen nicht. Daher ist es gut, dass die das Haus haben, wir diese Wohnung, wo FKK nun so gar kein Problem auf den Balkonen ist.

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