Apulien ist …

von Bert

  • … sehr heiß! (Morgens um 9 meist schon 30 Grad, nachts ‚kühlt‘ es auf 25 Grad herunter, so dass man nackt ohne Decke schlafen kann.)
  • … in weiten Teilen unterbewertet. Landschaftlich ist das dort hochreizvoll, kulturhistorisch ein einziger Hammer.
  • … total nervig, was den Straßenverkehr angeht. Die fahren dort wirklich nur wie gesengte Säue, keine Regel gilt – und das bei z.T. katastrophalen Straßenzuständen.
  • … (noch) das Sehnsuchtsitalien aus den 50ern. Kleine Städtchen, verwinkelt und pitoresk, mit ‚dem italienischen Leben‘, wie man es sich immer so schön vorstellt. Das heißt aber auch: Apulien ist bitter arm.
  • … mit sehr gutem Wein gesegnet.
  • … irgendwie mit komischen Campingplätzen ‚gesegnet‘. Die meisten, auf denen wir waren, waren voll von Dauercampern, die sich teilweise trutzburgartig eingebunkert hatten. Aber immerhin auf dem letzten gab es abends dann mein geliebtes Bambinisingen.
  • … dann doch arg weit weg, dass sich Fliegen lohnt. Denn mit dem Zug braucht man doch 22 Stunden (was ab bzw. bis zur deutschen Grenze gut funktionierte – innerhalb Deutschland jedoch nicht).
  • … zwar italienisch, was die da sprechen erinnert aber nur an das, was man mal in der Volkshochschule gelernt haben. Aber die Verständigung klappt, auch wenn selbst junge Menschen so gut wie kein Englisch können.
  • … kulinarisch sehr reizvoll – haben wir jedenfalls mehrfach gelesen. Mitbekommen haben wir es leider nicht, denn Campingplätze liegen überlicherweise nicht neben den Restaurants, die man besuchen sollte – und ganz ehrlich,  uns war ein Abendessen um 21 Uhr einfach irgendwie zu spät.
  • … ist deswegen schon eine Reise wert, weil die Mozarella haben, wie ich es in Deutschland nicht einmal ansatzweise genossen habe.