Durch die Zeit

Monat: August, 2018

Schnipsel

Morgens um 6 muss man das Licht jetzt doch schon anmachen. – Meine Kollege hat zwei Wochen Urlaub, ich freue mich auf ein ruhiges Büro. – Eine Stunde später wird mir ein Praktikant für eine Woche ins Büro gesetzt. – Wer früh anfängt, darf früh aufhören, auch wenn er gerne länger arbeiten würde. – Der Blutdruck ist immer noch arg hoch. – Der Nachmittag ist langweilig, dann kann auch Vergil nichts machen. – Auch den dritten Krimi gebe ich nach 20 Seiten auf, dabei würde ich einfach gerne in so was Einfachem versinken.

Seit gestern gibt es auch Punkte

Seit meiner Studienzeit schreibe ich ja zu jedem gelesenen Buch ein paar Zeilen (oder Seiten). Habe ich von E. übernommen. Ist zwar manchmal echt anstrengend, aber dafür sind jetzt vier Aktenordner fast voll.

Zusätzlich gibt es seit gestern auch Punkte. Das war die Denksportaufgabe im Urlaub. Noch nicht ganz ausgereift in der Beschreibung, aber als ich gestern wieder zu den Büchern geschrieben habe, zeigte sich das als ganz brauchbar.

10 Weltliteratur, oder was ich dafür halte nicht diskutieren: sofort lesen!
9 Gerade so doch keine Weltliteratur
8 Anwärter auf „Buch des (aktuellen) Jahres“ klar lesen
7 Gehört wirklich zu den bessern
6 Hat was! lesen
5 OK
4 Soweit ganz OK, auch wenn nicht gerade die Erhellung muss echt nicht sein
3 Gut gemeint – dann aber doch nicht gekonnt
2 Es hätte viele, viele Alternativen gegeben bloß nicht lesen
1 Da haben alle versagt: Autor, Lektor, Verlag, …

 

So langsam werde ich dann doch alt

Das hat aber auch etwas Gutes, wie ich gerade feststelle. Fast Gutes. Vor zwei Wochen einen Roman zu Ende gelesen, den ich so gut nicht fand. Geade eben entdeckt, dass ich ihn vor 20 Jahren schon mal gelesen habe – mit Begeisterung.

Noch ein paar Jahre – dann brauche ich mir wohl keine Bücher mehr zu kaufen und lese das Tausend, was im Regal steht, einfach nochmals.

Bis dato war ich echt stolz auf mich, dass ich nur wenige Sätze brauche um mich zu erinneren, ob oder ob nicht. Tja, da tauchen wohl erste, dicke Lücken auf.

Aber Proust und Joyce und Dostojewskij und Schiller und Schmidt und Jahnn und Gray und … nochmals so lesen zu können, als wäre es das erste Mal. Das hat definitiv was!

Scheinbar hat die Demenz auch gute Seiten.

Unbedingt mitmachen!

Also nur die, die für die ABSCHAFFUNG der Sommerzeit sind.

EU-Umfrage endet heute um 23 Uhr.

HIER KLICKEN!

Umfrage ist in verschiedenen Sprachen möglich und dauert ca. eine Minute.

28

Die Patentochter wird heute 28. Sie schmeisst eine Grillparty. Ihre Mutter und ich gehen daher zum Griechen. Dort rechne ich eher mühsam aus, dass ich sie nun länger als die Hälfte meines Lebens kenne. Das erst Mal hatte ich sie morgen vor 28 Jahren in den Armen.

Und dann werde ich sogar noch eingeladen.

Laberrunde, neu

Erstes Treffen der neuen Supervisionsgruppe 1. Vier Männer darunter, das gab’s noch nie. Mir sind so gut wie alle bekannt, wenn auch nicht unbedingt sympathisch. Doch von den echt Nervigen ist niemand dabei – zum Glück. Die Supervisorin ist nur mässig vorbereitet und obwohl alte Hasin super nervös. Weil wir auch alles alte Hasen sind? Immerhin gibt sie nicht, wie ein Kollege, mit seiner – und das hat er ernst gemeint!!! – „messianischen Menschlichkeit“ an. Es wird viel gelacht – ein gutes Zeichen.

# 517

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Und weg

Handy auf dem Rückreise verloren. Ich nehme das interessanterweise ohne große Regung zur Kenntnis. Dann ist es halt weg. Ein bisschen schade zwar schon, WP habe ich hin und wieder ganz gern genutzt – aber die meiste Zeit meines Lebens bin ich ohne eins ausgekommen. Jetzt also warten, ob es doch noch auftaucht, ansonsten muss ich mir was anderes besorgen – aber ich denke, da liegt bei dem ein oder anderen noch was in der Schublade rum.

Drei sind einer zu viel

Auf dem Sofa geschlafen. Morgens um 6 den ersten Zug zurück genommen. Wenn man überflüssig ist, sollte man seine Zeit nicht verschwend, denke ich.

Macht der möglichen Liebe

Dann schläft man eben halt wieder auf dem Sofa. Achtet darauf das man ausreichend was an hat. Einfach mal alles auf Null. So, als hätte es nie was gegeben, weder Verlangen, weder Lust, weder Geilheit. Ein anderer toppt gerade alles, auch wenn er  noch nicht einmal den ersten Kuss gewagt hat.

Anton Weyrother

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