WMDEDGT 09/18

von Bert

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

5:59 – Der neue Radiowecker macht seine Arbeit.
6:04 – Badroutine, davor Teewasse aufsetzen.
6:15 – Küchenroutine, Brote schmieren, Tee schlürfen, Zeitung lesen.
6:35 – Auch mal anziehen.
6:40 – Auf dem Rad.
6:51 – So früh ist auf den Straßen echt nix los, ich kann mich ‚einstechen‘.
6:58 – Immerhin zeigt das Postfach drei zu bearbeitende Vorgänge. Also Tee kochen und in alle Ruhe Zeitung lesen.
8:00 – Innerhalb der nächsten halben Stunde kommt der Chef, also beginne ich mit meinen drei Vorgängen, damit er mich arbeiten sieht.
8:40 – Ab jetzt ‚fröhliches‘ Zeit vertreiben. Lese „Tausend Deutsche Diskotheken“ von Michel Decar fertig, was nach meiner neuen Bewertung dann gerade noch 4 Punkte bekommt. Letztendlich eine Fleißarbeit viele Discotheken deutscher Städte aufzulisten, dazwischen eine etwas arg einfach und einfallslose Story mit einem äußerst blassen Helden und einer locker-schnoddrigen Sprache, die einem, auch aufgrund der unnötigen Wiederholungen und Sprachbilder, nach gut 50 Seiten mir einfach nur noch auf die Nerven gegangen ist. Keine Ahnung, was der Rezensenzt so toll fand.
10:45 – Beim Arzt. Mit Herzklopfen.
11:45 – Jetzt hat er Zeit. Das mit meinem Blutdruck findet er nicht weiter besorgniserregend und muss auch nicht behandelt werden, gibt mir aber dennoch Tabletten mit, um mein Wohlbefinden zu steigern. Das andere findet er noch nicht besorgniserregend, will es aber beobachten, in vier Wochen soll ich wieder auf der Matte stehen.
12:40 – Als Mittagessen gibt es Fisch aus der Dose und Brot von vor Tagen, weil Handwerker im Haus sind und eine neue Sprechanlage installieren und ich daher mal auf einen Schnelleinkauf verzichte.
13:15 – Compterroutine.
13:45 – Ausführliche Tageslektüre: a) Norbert Elias: Prozess der Zivilisation, b) Wolfram von Eschenbach: Parzival
14:55 – Die Handwerker sind durch und ich hau mich aufs Ohr. Waren keine sechs Stunden heute Nacht (und die noch mies).
16:00 – Der Mann hat Tee gekocht – wir hauen auf die Kacke und essen ein Hanuta dazu (also jeder eins!).
16:30 – Computer. Präsentation der Haushaltsjahre 2017 (Abschluss) und 2018 (Planung) nochmal schnell durchgehen, um 18 Uhr ist Mitgliederversammlung von Verein 1 und als Schatzmeister bin ich da mit zwei TOPs vertreten (die niemand interessiert).
17:25 – Dann geh‘ ich mal los.
18:00 – Immerhin, wir fangen pünktlich an.
20:05 – Es hätte ja so gut werden können – aber bei TOP 5 kommt es zum Eklat, d.h., Eitelkeiten erobern die Szene.
21:00 – Eitelkeiten haben Ausdauer!
21:45 – Eine Kleingruppe findet sich dann doch noch auf einen Absacker.
23:00 – S. und ich bilden eine Kleingruppe, sie will wissen, was beim Arzt war.
24:00 – Es ist lange her, dass ich aus einer Kneipe vertrieben worden bin. Für ein Moment fühle ich mich jung. Wie gesagt, für einen Moment.
00:01 – Das ist nicht mehr heute.