Durch die Zeit

Monat: Oktober, 2018

11 – Der wichtigste Versuch (38-41)

Ulrich wendet sich der Mathematik zu – Loblied auf die Mathematik – Mathematik als „Dämon, er in alle Anwendungen unseres Lebens gefahren ist“ – vom Bösen der Mathematik – Ulrich liebt die Mathematik „wegen der Menschen, die sich nicht ausstehen mochte“ – Liebe zum Fach, da frühere Fehler möglicherweise später Lösungen da stehen – Notwendigkeit von der Veränderung der Welt – Ulrich leistet „gar nicht wenig“ im Beruf.

Damit war später für sie [die in der Schulzeit schlechte Mathematiker waren] bewiesen, daß die Mathematik, Mutter der exakten Naturwissenschaft, Großmutter der Technik auch Erzmutter jenes Geistes ist, aus dem schließlich Giftgas und Kampfflieger aufgestiegen sind. (40)

Ich war auch nicht gut in Mathematik. Noch nie! Aber seit ich mal mit einer begeisterten Mathematikerin gesprochen habe, habe ich so einen Hauch einer Ahnung, was für ein Faszinosum das sein kann. Letztens hatte ich es mit E. ja auch mit Primzahlen. Die Mathematik ist für Ulrich etwas Reines, da in sich geschlossen. Es gibt zwar praktische Anwendungen, scheint aber für ihn eine eigene Welt dazustellen.

Genuss

Morgens im Bus. Der ist richtig groß und so gut wie nicht besetzt. Da noch früh am Morgen kommt er nicht nur flüssig durch den Verkehr, sondern kann auch die ein oder andere Haltestelle überfahren, weil niemand ein- oder aussteigen will. Auf mich strahlt das plötzlich wie eine geborgene Friedlichkeit und ich bin kurz am überlegen, einfach weiter zu fahren und gar nicht da auszusteigen, wo ich muss.

Das Traurige an den Hessenwahlen ist, …

… dass die beiden „Volksparteien“ behaupten können, mit einem blauen Augen davon gekommen zu sein und daher nicht die Notwendigkeit sehen, sich zu ändern. Bleierner Stillstand.

Und die „neue“ Volkspartei „Bündnis 90 / Die Grünen“ schaffen es tatsächlich so alt auszusehen, wie die ‚alten‘ „Volksparteien“.

Hoffnung, wo bist Du?

Lasst uns beten!

Lasst uns beten! Zu allen Göttern und Göttinen! Zu allen Gött*Innen und Go(e)t_Innen! Zu allen Heiligen und Möchte-gern-Heiligen! Lasst uns beten zu allen, auf dass es heute die L E T Z T E Zeitumgstellung gewesen ist. Auf dass alle Menschen im Erdkreis in ihrer Chronobiologie nicht mehr gestört werden, das alle Menschen nah und fern, mit welcher Hautfarbe auch immer, ungestört und in Ruhe in dem Rhtythmus leben können, der seit Anbeginn der Menschheit gilt. Lasst uns also alle betend zuversichtlich sein, dass diese jährliche zweimalige Folter der Zeitumstellung einem vergangenen barbarischen Zeitalter zugehörig ist, aber nicht dem Zeitlalter der Glückseeligkeit, die in dem Moment anbrechen wird, in dem es nur noch E I N E Zeit geben wird. Lasst uns also beten, dass diese Glückseeligkeit nun begintt!

Daher:

B E T E T !

10 – Der zweite Versuche. Ansätze zur einer Moral des Mannes ohne Eigenschaften (36-38)

Ulrich wechselt das Pferd, studiert Technik / Ingenieurwesen – wozu Kunst, wenn es Technik gibt – Rechenschieber als Symbol der Überlegenheit der Technik – vom Wesen der Ingenieure – sie sind doch (auch) menschlich – Versuch endet „um auf dem Wege der Technik ein ungewöhnlicher Mann zu werden“, weil auch Ingenieur ‚unzulänglich‘ sind.

Die Welt ist einfach komisch, wenn man sie vom technischen Standpunkt ansieht; unpraktisch in allen Beziehungen der Menschen zueinander, im höchsten Grade unökonomisch und unexakt in ihren Methoden; und wer gewohnt ist, seine Angelegenheiten mit dem Rechenschieber zu erledigen, kann einfach die gute Hälfte aller menschlichen Behauptungen nicht ernst nehmen. (37)

Ulrich verspricht sich vom Studium des Ingenieurswesen nicht nur technische Erfolge, sondern er hofft, dass es sich auf den Menschen selber niederschlägt, dass Ingenieure, anders als andere Menschen, eben mutig sind, „die Kühnheit ihrer Gedanken statt auf ihre Maschinen auf sich selbst anzuwenden“. Aber das tun sie eben (auch) nicht. Ulrich ist frustriert, Ende der Karriere. Siehe letztes Kapitel. Ulrich kommt mir gerade wie ein kleines Kind vor. Wenn er etwas nicht bekommt, stampft er mit den Füßen und sucht das Weite. Andererseits kann man es ihm auch als Konsequenz unterstellen. Er sucht und wo er es nicht findet, geht er eben weiter.

Schöner wählen

Mit dem Umzug gab’s gleich auch noch ein neues Wahllokal. Eine deutlich schönere Schule als die davor. Leider war die Stimmung im Wahllokal – warum eigentlich „Lokal“? – ganz das Gegenteil, denn ein weiblicher Zerberus kontrollierte nicht nur die Wahlbenarchtigung sondern verglich auch das Foto auf dem Ausweis mit der Realität. Würde sie es noch geben, dann hätte diese Wahlhelferin beste Aufstiegschancen als Grenzbeamtin in der DDR – oder war sie das mal?

Personalgespräch

Alle Jahre wieder. Hatte es schon vergessen und war überrascht, als der Chef meinte, dass wir nun anfangen könnten. In meinem Fall einfach nur verschenkte Zeit, da eh alles klar ist. Der Chef setzt wieder an, wie er meine Arbeit schätzt (ich führe eine Excel-Tabelle, ansonsten lese ich in meinen Büchern), dass ich ein wichtiger Mitarbeiter wäre (für was / wen?) und dass er mich langfristig binden will (wie?). Noch lachen wir beide nicht über dieses Theater, denn die Chancen sind alles, nur nicht groß.

# 525 – So schön kann Herbst sein

2018-09-28 19.20.28

Ich geb’s auf

Also die Hoffnung an der jeztigen Arbeitsstelle noch irgendwie was reißen zu können. Das wird mir einfach zu blöd. Ne echte Alternative sehe ich zwar (immer) noch nicht, aber Hoffnung mache ich mir keine mehr, einfach keine Lust auf Frust.

Jüngstes Beispiel, d.h. von heute morgen. Im Februar sollte ich für drei Woche eine Sekretärin vertreten. Das hätte für drei schmale Wochen entweder viele, viele Überstunden oder eben doppelten Lohn gehießen. Nun ist der Abteilungsleiter aus mir unbekannten Gründen mit der Personalverwaltung darüber einig geworden, dass eine Azubine das übernimmt und ich nur dann in Anspruch genommen werde, wenn diese in der Berufsschule ist (1,5 Tage / Woche). Aber – auch eine Neuerung – diese insgesamt 4,5 Tage soll ich mir dann noch mit einer neuen Kollegin teilen, die früher an dieser Stelle saß.

Da brauch‘ ich gar nicht zu würfeln, wie viel ich davon abbekomme.

9 – Erster von drei Versuchen, ein bedeutender Mann zu werden (35-36)

MoE wollte schon immer ein bedeutende Mensch sein – aber wie wird man das? – und was ist das überhaupt – Ulrich war Fähnrich in einem Reiterregiment – aber auch in Zivil gibt es Männer – Stress mit seinen Vorgesetzten – kein Lust mehr am Beruf als Militär – enttäuscht – verlässt den Dienst

In seiner Schulzeit hatte er Napoleon dafür [= bedeutend] gehalten; teils geschah es wegen der natürlichen Bewunderung der Jugend für das Verbrecherische, teils weil die Lehrpersonen ausdrücklich auf den Tyrannen, der Europa auf den Kopf zu stellen versuchte, als den gewaltigsten Übeltäter der Geschichte hinwiesen. (35)

Militär ist für Ulrich also nix, da er sich dort nicht so verwirklichen kann, wie er gerne möchte. Das begreift er, als ihm der Vorgesetzen den Unterschied zwischen „einem Erzherzog und einem einfachen Offizier“ klar macht. Kann man Ulrich eine geringe Frustrationstoleranz unterstellen?

Zeichen & Zeiten

Gedanken zu Büchern und dem Leben

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Musil lesen

"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

Ein Nudelsieb bloggt, ...

... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

KenterKönig

und anderes aus der weiten Welt

Die Welt des DrSchwein

Höhepunkte eines verkorksten Lebens

Winterlicht Fotografie

Fotografie berührt mein Herz

Bonaventura

Lektüren eines Nachtwächters

Familienbande

Proustprojekt, angelehnt an "Jochen Schmidt liest Proust", lese ich jeden Tag zwanzig Seiten in der Recherche, blogge darüber und füge Alltägliches hinzu.

Early 50

Ein Blog über Krebs und andere Geschichten

Alltags.Seele

milieu | konstruktiv | erleben

herschelmann fotografie blog

einige mehr oder weniger tolle ideen um die fotografie

Frollein Polly und ihr Senf

I'm weird, get over it :]

Erotischer Adventskalender - der Test

Du wolltest schon immer wissen, was die teuren erotischen Adventskalender taugen? Ich habe den Test für dich gemacht ...

Rummelschubser

Ein Rummelschubser vs. Glioblastom et alia