Erstes Buch – Erster Teil – Ein Art Einleitung – 1 – Woraus bemerkenswerter Weise nichts hervorgeht (9-11)

von Bert

Ausführliche Wetterbeschreibung – Zeitangabe: 1913 – Stadtszene – Handlungsort: Residenzsadt Wien –  Überschätzung der Frage, wo man sich aufhält – wichtiger wäre zu wissen, wer gegenüber ist – zwei Menschen tauchen auf, die eine Sraße entlang gehen – gehören zu einer besseren Gesellschaftsschicht – Dr. Arnheim und Ermelinda Tuzzi sind es jedenfalls nicht – Menschenauflauf – Unfall: Lastwagen gegen Mann – Die Dame empfindet soetwas wie Mitleid – Der Herr erklärt den Bremsweg – Man macht sich Gedanken, ob das Unfallopfer noch lebt – Man geht davon aus.

Abwechselnd knieten Leute bei ihm nieder, um etwas mit ihm anzufangen; man öffnete seinen Rock und schloß ihn wieder, man versuchte ihn aufzurichten oder im Gegenteil ihn wieder hinzulegen; eigentlich wollte niemand etwas anderes damit, als die Zeit ausfüllen, bist mit der Rettungsgesellschaft sachkundige und befugte Hilfe käme. (10f)

Der berühmte Anfang des Buches. Von ihm hatte ich gehört, was ausreichender Grund war, mit 1986 den Roman ganz reinzuziehen. Schon auf diesen ersten drei Seiten wird einer der Grundgedanken immer wieder leicht angespielt, der Gegensatz von Technik und rationaler Erklärung / Begründung versus dem ‚unbestimmbarem‘ der Gefühle und Gedanken. So fühlt die Dame auch nur „etwas Unangenehmes“ was, das mein für Mitleid halten zu können. Und auf diesen ersten drei Seiten diese leichte bis mittelschwere Ironie. Außer Zeit und Ort der Handlung hat der Erstleser bisher wirklich nicht viel erfahren, siehe auch Titel. Das Arnheim und Tuzzi noch wichtige Rollen spielen werden ist stark zu vermuten (ja klar!) und dass der ungenannte Mann der „Mann ohne Eigenschaften“ sein könnte auch das könnte vermutet werden.