3 – Auch ein Mann ohne Eigenschaften hat einen Vater mit Eigenschaften (13-15)

von Bert

MoE ist aus dem Ausland zurück gekommen – Instandsetzung des Schlösschen war teuer gewesen – MoE ist 32, der Vater 69 – MoE muss den Vater um Unterstützung wg. Umbau bitten – Vater war früher Hauslehrer, dann Rechtsanwaltsgehilfe, später Universitätsdozent und Professor – nun „Rechtskonsulent“ des gesamten Feudalaldes seiner Heimat – Mutter des MoE früh verstorben – reiches Elternhaus jedenfalls – Vater ist zudem „Ritter, Komtur, ja sogar Großkreuz hoher Orden“ – ist quais „Geist des aufstrebenden Bürgertums“ wenn auch in der Zwischenzeit geadelt – macht dem Sohn Vorwürfe

Das Grundgefühl seines Lebens war beleidigt. Wie bei vielen Männern, die etwas Bedeutendes erreichen, bestand es, fern von Eigennutz, aus einer tiefen Liebe für das sozusagen allgemein und überpersönlich Nützliche, mit anderen Worten aus einer ehrlichen Verehrung für das, worauf man seinen Vorteil baut, nicht weil man ihn baut, sondern in Harmonie und gleichzeitig damit und aus allgemeinen Gründen. (15)

Interessant. Der Vater kommt hier ja richtig gut weg. OK, etwas altmodisch in seinen Einstellungen, aber ein Self-made-man, vom „Hauslehrer zum Herrenhauslehrer“ eben. Ist mir so noch nicht aufgefallen (und das wird mir ganz oft passieren, es sind immerhin über drei Jahrzehnte her, dass ich MoE gelesne habe). Später kommt noch eine Figur, die in gewisserweise ähnlich ist. Muss dann mal aufpassen, ob wir es da mit einem Vatererstz zu tun bekommen. Ebenfalls für mich interessant – ich habe mich nie gefragt, wo die Mutter vom MoE eigentlich abgeblieben ist. Wenn die Kapitel alle so kurz blieben, wäre es ja OK.