5 – Ulrich (18-21)

von Bert

Der MoE heißt Ulrich – Sinnesart schon in Kindheit und Jugend gehabt – musste Aufsatz schreiben, der einen patriotischen Gedanken hat – Aufsatz: Über die Vaterlandsliebe – Ein Vaterlandsfreund könnte sein Vaterland niemals als das beste finden, denn auch Gott macht die Welt und denkt „es könnte ebensogut anders sein“ – fliegt deswegen fast von der Schule – geht freiwillig aufs ein belgisches Erziehungsinstitut – Ulrich ist Mathematiker – Unklarheit, wohin mit seinem Leben – Überträgt sich auch auf die Hauseinrichtung – versucht Möbel selber zu entwerfen und kann sich aber nie entscheiden – Überlässt die Einrichtung „dem Genie seiner Lieferanten“ – wird eine geschmackvolle Residenz

Es muss der Mensch in seinen Möglichkeiten, Plänen und Gefühlen zuerst durch Vorurteile, Überlieferungen, Schwierigkeiten und Beschränkungen jeder Art eingeengt werden wie ein Narr in seiner Zwangsjacke, und erst dann hat, as er hervorzubringen vermag, vielleicht Wert, Gewachsenheit und Bestand. (20)

Was hier schon durchschimmert und was mich immer so etwas auf Ulrich neidisch machen lässt, ist seine Gelassenheit. Er sieht Notwendigkeiten, geht sie an, entwickelt Ideen, lässt sie fallen, entwickelt andere, lässt auch diese fallen, lässt es dann von ganz anderen machen, weil er selbst schon wieder mit was anderem zu tun hat … und ein schlechtes Gewissen stellt sich erst gar nicht ein.