Durch die Zeit

Monat: November, 2018

Von allergrößter Wichtigkeit

Der Hauptgeschäftsführer bittet den Geschäftsführer in der Kasse (???) nachzufragen, ob Frau S. (Abteilung III) und ich (Abteilung II) ein Paar seien. Die Kasse meint es verneinen zu können, fragt aber vorsichtshalber nochmals bei Frau S. nach, ob sie eine richtig Auskunft gegeben hat oder ob sie die Aussage korrigieren soll.

Sonst gerade nix zu tun?

P.S. Frau S. darf ich ab heute „Schatzi“ nennen.

21 – Die wahre Erfindung der Parallelaktion durch Graf Leinsdorf (87-91)

Die Feierlichkeiten zum Thronjubiläum werden „Parallelaktion“ genannt – treibende Kraft ist Graf Leinsdorf – erste Schlagwörter für die Feierlichkeiten sind: „Friedenskaiser, europäischer Markstein, wahres Österreich und Besitz und Bildung – Leinsdorf ist der Erfinder der Parallelaktion – ist Patriot – und reich – zu tiefst bürgerlich, meint aber, allem aufgeschlossen zu sein – ist ca. 60 – mit Anlage zum „Blähhals“

Hier ging die Existenz der Leinsdorfs kunstbücherlich beglaubigt in den Weltgeist über. (91)

Vorstellung von Graf Leinsdorf, der ein in sich ruhender, konservativer, ausgleichender Typ zu sein scheint. Ecken und Kanten sind auf den ersten Blick nicht zu finden. Richtig reich scheint er aber auch nicht ganz doof zu sein.

Adventskalender

Es geschehen doch noch Zeichen, wenn auch nicht gerade Wunder. Normalerweise bin ich es ja, der jedes Jahr einen Adventskalender macht (seit einigen Jahren digital als Kurzzeitblog) – dieses Jahr habe ich mal selber einen bekommen, also genauer gesagt zwei, noch genauer gesagt auch nicht digital sondern aus Papier, wenn auch mit ohne Schokoloade. Was sich hinter den Türchen versteckt, weiß noch nicht, aber die Geste hat mich schon gefeut. Vorallem der zweite, der von der GF von Verein 1 kam. Mit nem Brief dabei – und zwar einem persönlichem.

Jetzt darf ich nur nicht vergessen, meinen morgen zu verschicken, nach dem ich dieses Jahr echt Zeit gebraucht habe, was für die 24 Einträge zu finden.

Ich mach jetzt doch noch Karriere!

Nächstes Jahr werde ich voraussichtlich ‚Stellvertrender Vorsitzender‘.

Im Jahr danach dann voraussichtlich ‚Vorsitzender‘.

Von zwei Prüfungsauschüssen.

Ehrenamtlich.

Mit Aufwandspauschale.

# 530

Wenn mir nix einfällt, dann halt mal wieder ein Foto.

Den Fotografen findet man HIER.

Zweiter Teil – Seinesgleichen geschieht – 20 – Berührung der Wirklichkeit – Ungeachtet des Fehlens von Eigenschaften benimmt sich Ulrich tatkräftig und feurig (83-86)

Ulrich ist auf Graf Stallburg neugierig und geht hin – ist von der Hofburg beeindruckt – Stallburg ist quasi eine schlechte Kopie des Kaisers selbst – Ulrich verwendet sich spontan für Moosbrugger – was peinlich rüber kommt – der Graf verfasst ein positives „Einführungsschreiben“ an die Hauptperson der großen vaterländischen Aktion – Ulrich fühlt sich überrumpelt

Ulrich war durch seine Entgleisung einen Augenblick geistesungegenwärtig geworden, aber merkwürdigerweise hatte dieser Fehler auf Exzellenz keinen schlechten Eindruck gemacht. (86)

Zuerst überrumpelt ihn der Vater, jetzt auch noch Graf Stallburg, der ihm wohlwollend entgegentritt. Zwar versucht Ulrich mit seiner Bitte in den Moosbrugger-Prozess einzugreifen, das Heft in die Hand zu nehmen, scheitert aber. Er kann sich gerade nicht durchsetzen. Auch wenn er durchschaut, dass nicht alles Gold ist was glänzt, lässt es gerade mit sich geschehen.

Hat es heute morgen gegeben?

So ein Tag halt, von dem man nächste Woche schon gar nicht mehr weiß, ob er überhaupt gewesen ist. Immerhin im bösen Internet drei Bücher von meiner Wunschliste gefunden und downloaden können.

Noch ne gescheiterte Annäherung

„Heimat“-„Urlaub“. Also ein Wochenede in meiner Geburtsstadt. „Heimat“ ist das schon lange nicht mehr, aber eine andere hat es danach auch nie gegeben . (Köln hätte es werden können, wenn wir da nicht nach vier Jahren wieder weggezogen wären.) Muttern „feierte“ Geburtstag, d.h. die Restfamilie war heute essen. Aber zu sagen, zu erzählen hatte man sich so gut wie nichts. Ein paar Belanglosigkeiten eben, mehr nicht, nichts darüberhinaus. Ich find’s echt irgendwie traurig.

Wenn ich mir dann die Familie von E. bzw. T. anschaue, klar, da ist auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, echt nicht, aber dennoch, die interagieren, reden, sind sich irgendwie auch nah bzw. nehmen sich wahr … . Ich weiß in der Zwischenzeit auch nicht mehr, ob ich wirklich dahinter kommen will, warum das so ist, so geworden ist. Schräg ist das allemal und hat, vereinfacht gesprochen, einfach damit zu tun, dass es eine Menge von Tabus gibt.

Egal für heute, ich komm‘ eh nicht so richtig ran.

Es war halt einfach nur anstrengend und wenn man wo ankommt und gleich wieder weg will, dann ist es kein gutes Zeichen.

19 – Briefliche Ermahnung und Gelegenheit, Eigenschaften zu erwerben – Konkurrenz zweier Thronbesteigungen (77-79)

Brief des Vaters – macht sich um dessen Zukunft Sorgen – hat deswegen Kontakt zu Grafen Stallburg aufgenommen – der wird Ulrich empfangen – Ulrich soll eine bestimmte Bitte vortragen – in Deutschland soll 1918 Feier zum 30-jährigen Regierungsjubiläums Wilhlem II – im gleichen Jahr aber die 70-jährige Thronbesteigung des österreichischen Kaisers – daher eine Aktion in Wien, um nicht gegenüber den Deutschen blöd dazustehen, die begonnen haben eine Feier zu organisieren – es soll in Kakanien / Österreich dann gleich ein Friedensjahr werden – Stallburg wird es Ulrich dann genauer erklären – Ulrich soll zudem die Beziehung zur Familie des Sektionschefs Tuzzi aufbauen – dessen Gattin ist eine Kusine von ihm – auch das ist schon terminiert

Ich habe auch in diesem Sinne an meinen langjährigen wahren Freund und Schützer, den ehemaligen Präsidenten der Rechnungskammer und jetzigen Vorsitzenden der Allerhöchsten Familiengerichtspartikularität beim Hofmarschallamt, Exzellenz Graf Stallburg, geschrieben und ihn gebeten, Deine Bitte, die Du ihm demnächst vortragen wirst, wohlwollend entgegenzunehmen. (78)

Geschwurbelter Brief des betagten Vaters, der keinen Zweifel daran lässt, was Ulrich nun zu tun hat. Die Termine sind vereinbart und möchte Ulrich nicht, dass der Vater das Gesicht verliert, hat er zu erscheinen.

JfA – heute: Der Aushilfsbarkeeper

Da, wo ich arbeite und meist nix zu tun habe, mutiere ich (ganz) langsam zum ‚Junge für Alles‘. Heute eben mal bei einer Eröffnung als ‚Barkeeper – heißt, meine Aufgabe über gut zwei Stunden war dafür zu sorgen, dass ausreichend Gläser mit Weißwein, O-Saft und Wasser gefüllt waren. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Eingebracht hat es mir eine namentliche (!) Nennung bei der Begrüßung durch den HGF (!!!) und ein Händedruck (!!!!) des HFGs (!!!), als er nach drei Glas Wein ging.

Ganz klar: Ich muss an mir echt noch arbeiten, um ein wirklich guter Barkeeper zu werden. Das mit den Getränken ist nicht das Problem – und wenn es 20 Getränke mehr gewesen wären auch nicht. Das Problem sind eher die ‚Gäste‘, die vor der Bar stehen und meinen, unbedingt Konversation betreiben zu müssen.

Auszug der Begegnungen:

  • Die 60-jährige ‚Intellektuelle‘, die beim 4. Glas Wein, was ich ihr einschenke, meint, dass Weißwein die Harnwege spülen würde – bei Frauen, wie sie hinzusetzt.
  • Der 78-jährige ehemalige Mitarbeiter, der jede Erinnerung mit einem Schluck Weißwein begießt – und er findet überall eine Erinnerung, selbst bei meiner Tätigkeit, als Aushilfsweinausschenker.
  • Die beiden jungen Frauen, ca. 25, die gearde gehen wollen. Die erste: „Einen Schluck nehme ich noch“. Die zweite: „OK“. Die erste nimmt ein Glas Weißwein und schluckt es auf ex. Die zweite zu mir: „Das ist mal ein Zug, was?“
  • Die Intellektuelle von oben beim 9. Glas Wein: „Zu Hause gibt es nur Wasser!“


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Anne berichtet über Ihre Erfahrungen in den Büros der Schweizerischen Finanzdienstleister. Ebenso lässt sie euch an ihrem bunten Leben teilnehmen.

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