2 – 1 – 0?

von Bert

Bei meinen letzten Blogs hatte ich echt den Anspruch, zweimal am Tag was zu bloggen. Hier habe ich es schon auf einmal reduziert. Aber selbst dass schaffe ich in den letzten Tagen nicht (die Musil-Beiträge sind alle vorproduziert, das würde ich in dem Rhythmus nie schaffen).

Ich weiß, ich muß mich nicht unter Druck setzen hier – und tu es auch nicht.

Aber es stellen sich Fragen: Ist mein Leben so langweilig? Kann ich nicht mehr beobachten? Laufe ich gefühlskalt durch die Welt? Bin ich zu faul? (Es versteht sich von selbst, dass ich auf diese Fragen natürlich keine Antwort will!)

Am ehesten ist es gerade so, dass ich in mir mitschwimme. Ich bin jeden Morgen nach dem Aufwachen komplett runter mit der Bereifung, weil ich nicht nur körperlich das Gefühl habe, fünf Stunden in einem Action-Film gesessen zu haben, der mit allem so geschickt aufwartet, dass er bei der nächsten Oscar-Verleihung alle abräumt. Ist gerade der helle Wahn, was da das Un(ter)bewußte produziert. Leider hab‘ ich noch keinen Griff dran bekommen, was es bedeuten soll. Und den Rest des Tages gucke ich aus mir raus und sehe, dass die im Job irgendwie alle ne ganz schöne Klatsche haben (was ich ja dann auch haben muss, schließlich arbeite ich dort), das die im Ehrenamt alle ne ganz schön richtige Klatsche haben (was ich ja …) und dass ich mir gerade wünsche, dass niemand meine Kreise stört, weil ich gerade um mich kreise und mich irgendwie etwas leiden kann.