14 – Jugendfreunde (47-54)

von Bert

Die Jugendfreunde heißen Walter und Clarisse – hat sie lange nicht gesehen – spielen beide Klavier – Ulrich kann das Klavier nicht leiden – die beiden Freunde haben kaum Geheimnisse vor Ulrich – Walter und Clarisse sind verheiratet – Clarisse und Ulrich gehen spazieren – Clarisse ist nun 25 und seit drei Jahren verheiratet – bekam zur Hochzeit von Ulrich Nietzsches Werke – sie verweigert sich Walter, wenn der Wagner spielt (und der spielt Wagner) – Gespräch über Walter – Walter ist 34 – in einem Kunstamt angestellt – Walter ist eigentlich Maler – war aber auch schon Dichter gewesen und Theaterkapellmeister, Zeichnlehrer, Einsiedler … – seine Begabung, als Begabung zu gelten – Außenumstände für ihn nun perfekt – nun aber ohne Ideen – Clarisse hasst Wagner – kommt aus Künstlerhaushalt – fühlt sich zum „Mager-Strengen“ hingezogen – sie ist nicht so begabt wie er – hat Musik studiert – malt – Clarisse hält von Ulrich weniger als Walter, obwohl er besser Tennis spielen konnte –

Aber sie [Clarisse] wollte die Gefährtin eines großen Menschen sein und rang mit dem Schicksal. (53)

Das, was Ulrich weitgehend abgeht, das Künstlerische, also in den beiden Freunden. Da aber in gewisser Weise nun aufgeteilt in das schwelgend-pompöse Wagnerianische (Walter) und die „magere“ Abstraktheit der „antonalen neuen Tondichtung“ (Clarisse). Clarisse ist anscheinend die ehre Strebende, wenn auch nicht mit dem Talent gesegnet. Walter der Talentierte, der sich aber nicht ‚vollendet‘ bzw. nicht ‚vollenden‘ kann. Abwarten, da ist noch im wahrsten Sinne des Wortes viel Musik drin.