16 – Eine geheimnisvolle Zeitkrankheit (56-60)

von Bert

Sonderbarkeiten der Jugendfreundschaften – lesen Nietzsche, Altenberg, Dostojewskij – Überhebung der Jugend – allgemeines Ablaufen beim Beginn der Mannesjahre – was ist Mann-sein – Verschiebung der Verhältnisse gegenüber früher – ein wenig zu viel Schlechtes im Guten – ist die Welt schlechter geworden oder man selber älter – von der Dummheit in der Welt – Beschäftigung mit Thomas von Aquin – was wäre, wenn der das Leben jetzt erleben würde – Man kann seiner eigenen Zeit nicht böse sein, ohne selbst Schaden zu nehmen

Denn wenn die Dummheit nicht von innen dem Talent zum Verwechseln ähnlich sehen würde, wenn sie außen nicht als Fortschritt, Genie, Hoffnung, Verbesserung erscheinen könnte, würde wohl niemand dumm sein wollen, und es würde keine Dummheit geben. (58)

Die Welt ändert sich eben. Auch Ulrich muss das mitmachen. Selbst dann, wenn die Entwicklungen eigenartig sind und nicht so von statten laufen, wie man sie selber gerne hätte. Jede Zeit hat ihre Auswüchse oder Krankheit – wofür sie ggf. gut war, zeigt sich eh erst Generationen später.