JfA – heute: Der Aushilfsbarkeeper

von Bert

Da, wo ich arbeite und meist nix zu tun habe, mutiere ich (ganz) langsam zum ‚Junge für Alles‘. Heute eben mal bei einer Eröffnung als ‚Barkeeper – heißt, meine Aufgabe über gut zwei Stunden war dafür zu sorgen, dass ausreichend Gläser mit Weißwein, O-Saft und Wasser gefüllt waren. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Eingebracht hat es mir eine namentliche (!) Nennung bei der Begrüßung durch den HGF (!!!) und ein Händedruck (!!!!) des HFGs (!!!), als er nach drei Glas Wein ging.

Ganz klar: Ich muss an mir echt noch arbeiten, um ein wirklich guter Barkeeper zu werden. Das mit den Getränken ist nicht das Problem – und wenn es 20 Getränke mehr gewesen wären auch nicht. Das Problem sind eher die ‚Gäste‘, die vor der Bar stehen und meinen, unbedingt Konversation betreiben zu müssen.

Auszug der Begegnungen:

  • Die 60-jährige ‚Intellektuelle‘, die beim 4. Glas Wein, was ich ihr einschenke, meint, dass Weißwein die Harnwege spülen würde – bei Frauen, wie sie hinzusetzt.
  • Der 78-jährige ehemalige Mitarbeiter, der jede Erinnerung mit einem Schluck Weißwein begießt – und er findet überall eine Erinnerung, selbst bei meiner Tätigkeit, als Aushilfsweinausschenker.
  • Die beiden jungen Frauen, ca. 25, die gearde gehen wollen. Die erste: „Einen Schluck nehme ich noch“. Die zweite: „OK“. Die erste nimmt ein Glas Weißwein und schluckt es auf ex. Die zweite zu mir: „Das ist mal ein Zug, was?“
  • Die Intellektuelle von oben beim 9. Glas Wein: „Zu Hause gibt es nur Wasser!“