Durch die Zeit

Monat: Dezember, 2018

Jahresrückblick

Die Fragen habe ich mir Frollein Polly ‚ausgeliehen‘, ich hoffe, das geht OK so.

Zugenommen oder abgenommen?
Zu. Auch wenn viele sagen, das steht mir oder man sieht es nicht: Mir ist es zuviel!

Haare länger oder kürzer?
Gleich. Ich gehe alle sechs Wochen zu meiner Friseurin, dann wird die Maschine raugeholt und so kurz wie möglich …

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wenn ich das wüßte! Irgendwas ist das gerdae jedenfalls arg in Bewegung. Bildschirm geht jetzt nur noch ohne Lesebrille, Buch aber nur noch schwer mit Lesebrille.

Mehr bewegt oder weniger?
Etwas weniger, weil einige Wanderungen ausgefallen sind. Dafür war ich aber regelmäßiger beim Alt-Herren-Sport … vielleicht doch ausgeglichen?

Mehr Kohle oder weniger.
Immer noch gleich wenig.

Mehr ausgegeben oder weniger?
So wenig wie nötig halt.

Der hirnrissigste Plan?
Zu glauben, dass das mit dem Abnehmen wäre einfach.

Die gefährlichste Unternehmung?
Für mich fühlt sich gerade echt vieles gefährlich an, aber die Fahrt von Mattinata nach Monte Sant‘ Angelo treibt mir jetzt noch den Schweiß aus allen Poren und die Angst ins Gesicht.

Die teuerste Anschaffung?
Dürfte wohl ein Buch gewesen, sein, 68 Euro. Aber das wurde mir finanziert, sonst würde ich heute noch drumrum streichen.

Das leckerste Essen?
Ganz schwierig. Waren nur wenig Essen, da war es halt so OK. Aber ich glaube, die Gänsestopfleber, das war so echt das Beste.

Das beeindruckenste Buch?
Francesca Melandir: Alle außer mir & Lea Singer: Poesie der Hörigkeit

Das enttäuschendste Buch?
Einige viele.

Der ergreifendste Film?
Keiner.

Die beste Musik?
Leider nix wirlich Neues entdeckt. Meistgehört war „Sonata da camera a tre“ von Antonio Vivladi.

Das beste Theater?
Auch mal wieder ganz, ganz wenig gewesen. Aber die Nackt-Atkion war ganz unterhaltsam.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
… lesen. Ca. 28.000 Seiten brauchen so ihre Zeit.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
… Mann und Freunden.

Vorherrschendes Gefühl 2018
Furcht und die Frage: Was wird das wohl alles noch werden?

2018 zum ersten Mal getan?
Im Auto am Steuer mit nem Navi gefahren.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
* überleg *

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen
Schlechte Berufsaussichten / Diese blöden Befürchtngen aller Art / Das wenige Geld

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da ist ausnahmsweise mal nix offen geblieben.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich hör‘ mich mal um!

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dieser ominöse Buchgutschein, bei dem ich noch immer nicht weiß, von wem der ist.

2018 war mit 1 Wort…?
Suboptimal.

Vorsätze für 2019?
Wie immer: Alles besser!

Familienessen

Mein Mann kommt berufsbedingt über eine Stunde später. So doof das auch klingen mag, ich fand’s nicht schlecht. Denn es hat mir ermöglicht in das allgmeine Gespräch zu kommen, so dass über den ganzen Abend mal endlich eine Ausgewogenheit herrschte. Das betraf nicht nur meinen Mann sondern auch dessen Ex.

Zudem hat sich L. kochtechnisch selber übertroffen, so dass, bis auf den Salat, echt alles richtig gut zu essen war. Und eine Endjahresfreude habe ich ihm dann auch noch bereitet, als ich einen zweiten Teller Suppe wollte. Mir war nicht bewußt, dass er da auf mein Urteil so Wert legt, ich war davon ausgegangen, dass er nach wie vor seinen Ex, also meinen Mann, als das Maß der Dinge in der Hinsicht sieht. Aber gut.

Ein irgendwie allgemein-versöhnlicher Abend.

31 – Wem gibst du recht? (119-120)

Lebhafte Erinnerung an den Prozess bzw. an das, was er darüber gelesen hat – Bonadea hat wenig Lust auf das Thema – Er schildert ihr den Ablauf einer Hinrichtung – Sie ist für das Opfer und gegen die Tat – Ulrich erwidert, wie sie dann ihre Ehebrüche rechtfertigen will

Besonders die Mehrzahl [hinsichtlich der Ehebrüche] war undelikat! (120)

Skurrile Szene. Bonadea halbangezogen versucht Ulrich für eine zweite Runde im Bett zu animieren, er aber erzählt von Moosbrugger und der Todesstrafe. Die Stimmung ist endgültig im Eimer bei ihr, als er sie auf die Ehebrüche anspricht. Dabei versucht er nur zu theoretisieren – aber ein Händchen was wann angebracht ist, hat er nicht gerade. Echt klasse, wie Musil das mit wenigen Strichen zeichnet.

Kommunikation ist ein wunderlich Ding

Überraschender Anruf der Schwiegermutter. Noch mehr überraschend, sie wollte gar nicht ihren Sohn, sondern mich sprechen. Ich bzw. wir mögen nach wie vor nichts meiner Schwägerin sagen, absolut nicht, dass hätte sie ja schon dieser Tage deutlich gemacht, aber sie wolle mir nun auch unbedingt sagen, dass nun alles geklärt sei, sie die Vergangenheit ruhen lassen könne, alles also gut – und bloß nicht meiner Schwägerin …

Das war so ein Anruf, bei dem ich eigentlich nicht wusste, wie ich reagieren sollte. Denn einerseits ist alles beim Alten geblieben und nichts hat sich nach meiner nachdrücklichen Intervention am 2. Weihnachtsfeiertag bei ihr geändert, anderereseits hat sie zumindest für dieses eine Mal begriffen, dass Vorwürfe selten zu konstruktiven Gesprächen führen und sie sich wohl ausnahmsweise meiner Empfehlung ‚gebeugt‘ hat und Ich-Botschaften sendete. Wie es scheint, kam es zu einem vorwurfs- und stressfreiem Mutter-Tochter-Gespräch.

Kommunikation ist ein wunderlich Ding. Denn an dem Tag hat sie so ca. 77 % der Redezeit okupiert, ich habe mir dann 3 % herausgenommen und mal ihr meine Meinung mit Empfehlungen (Ich-Perspektive einnehmen – Umstände abfragen – nicht spekulieren) gegeigt, der Rest ging auf meinen Mann und ca. 1,05 % auf ihren.

Richtig süß fand ich, dass sie sich bei mir für das Gespräch von vor drei Tagen bedankte, und ebenso bezeichnend, dass sie froh sei, nun endlich mal jemand gefunden zu haben, mit dem man endlich mal richtig reden könne.

Notiz an mich

Das nächste Jahr schreibt sich 2019!

Hintergrund: Über 40 Neujahrspostkarten verschickt mit Durchblickswünsche für 2018. OK, wenn ich darüber nachdenke, auch keine so schlechte Idee, am Jahresende mal was für’s Vergangene zu wünschen. Aber als Idee noch etwas ausbaufähig. Wie auch immer mein Lieber: Nächstes Jahr schreibt sich 2 0 1 9!

# 534 – Preview

Möglicherweise, vielleicht, unter Umständen … wird meine Neujahrsfotogrussswunschkarte in etwa dieser Art sein. Falls ich nicht doch noch was mit Farbpuder oder / und Wassergläsern mache.

Eule schlägt Lerche

Da habe ich mal frei und es kommt nicht so ganz genau darauf an, wasnn ich aufstehe. Sofort mutiere zur Eule und finde mich in dem Rythmus in dem ich mich gut fühle. Auf meiner Uhr ist es jetzt 23:58 – keine Zeit, um ins Bett zu gehen. Jezt ist die Zeit hier noch was Kleines zu schreiben, dann vielleicht noch Netflix, auf alle Fälle noch lesen und paar Dinge im Internet finde ich auch noch.

Das entspricht meiner inneren Uhr – schon immer. Wenn man mich als Student fragte, bis wann man mich anrufen könne, war die Antwort: „Bis 2 auf alle Fälle, meist bis 3.“ Vor 10 bin ich aber da auch nie auf.

Um so erstaunlicher finde ich es, dass ich in einer normalen Arbeitswoche mich so umschalten kann, dass ich kurz vor 23 im Bett liege und dann um 6 meine Beine aus dem Bett schwinge.

Aber gut geht es mir, wenn ich Eule sein darf.

30 – Ulrich hört Stimmen (117-118)

Nun denkt er an Christian Moosbrugger und den Prozess

Wiedergabe Dialog zwischen Moosbrugger und Richter, der nicht wirklich erklären kann, warum er vor dem späteren Opfer so Angst hatte. Aber wie sollte er das auch können, Moosbrugger hat da eigene Gesetze.

Mein erstes Mal

Mein erstes Mal heute Auto gefahren mit Navi! Also ich am Steuer, das Handy als Navi. Und das war schon angenehm, da es da nicht hieß: „Die nächste rechts … äh, nee, links, … äh .. die übernächste … nee, die überübernächste … äh, wart mal … jetzt wäre es doch rechts gegangen …“

Fast

Im März – echt, das ist schon so lange her! – hatte ich mich ja das zweite Mal auf dieses Amt beworben. Und als im Herbst nix mehr kam, bin ich davon ausgegangen, dass es wieder nicht geklappt hat.

Heilig Abend dann doch ein Schreiben der Staatsanwaltschaft. Immerhin, zum Hilfsschöffen habe ich es jetzt gebracht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in den nächsten vier Jahren das Amt mal ausüben werde, tendiert – meines Wissens – streng gegen Null. Doch wenn, dann immerhin Landgericht und nicht Amtsgericht – soviel Stolz bei (mal wieder) soviel knapp-daneben darf dann schon sein.

Geschickt muss man sein

Weihnachtsbesuch bei der Schwiegermutter. Die Schwägerin brachte gestern (!) die Idee auf, das könnte man ja mal machen. Lust hatte ich defintiv keine. Auto besorgt, hingefahren. Nach 58 Minuten war Schwiegermutter wieder in ihrem Element und schimpfte und schimpfte und schimpfte. Überwiegend auf meine Schwägerin. Die hatte vorgezogen, dann doch nicht zu kommen.

Nur eine Hand

Einer meiner Studenten an der Uni macht auf mich Eindruck. Einerseits ist er nicht auf den Kopf gefallen und kann denken, andererseits hat er etwas, was ich ’stille‘ Erotik nenne. Er gehört überhaupt nicht in mein Beuteraster – und dennoch geht eine gewisse Faszination von ihm aus. Wie auch immer, ich halte professionelle Distanz. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er zu einer Klausurbesprechung zu mir kommt. Warum wir auch immer auf einem Sofa sitzen sei unbeantwortet, jedenfalls kann ich nicht unregistriert lassen, dass er mir immer näher kommt, mich mehr anschaut und anlächelt, als dass er meinen Ausführungen folgt. Irgendwann wird mir das zu doof und ich beuge mich zu ihm rüber und küsse ihn. Das hat was irres befreiendes an sich und ich kann nicht genug davon bekommen. Ich spüre, wie seine rechte Hand an meinem Oberkörper zielstrebig nach unten wandert. Als er seine Hand auf meinen steifen Schwanz legt, bin ich nahezu am explodieren und schrecke wie ein Gestochener aus dem Schlaf auf. Der ganze Köper fühlt sich postorgiastisch an, der Ständer schmerzt quasi vor Härte. Ich bin aber um die Uhrzeit einfach viel zu müde, um den Rekord des kürzensten Abstandes zwischen zwei Orgasmen zu unterbieten und penne, wohl seelig lächelnd, weg. Am Morgen vergewissere ich mich echt, ob ich mit wem im Bett liege.

Das musste reichen – und hat auch

Der ‚weihnachtlichste‘ Raum war gestern das Badezimmer. Da wir Gäste hatten, hatte ich dort eine geschenkte Duftkerze (irgendwie muss die ja mal weg) angezündet und das Radio leise laufen lassen. War richtig heimelig.

29 – Erklärung und Unterbrechung eines normalen Bewußtseinszustandes (114-117)

Bonadea bei Ulrich – fühlt sich missbraucht – hat ihrem Mann von Ulrich erzählt, natürlich nicht, dass er ihr Liebhaber ist – macht Ulrich lauter Vorwürfe – Theorie eines „zweiten Bewußtseinzustandes“ = „alle Äußerungen des Innen sind heute solche rasch wieder aufgelöste Inseln“ – seine Gedanken schweifen hin und her – Bonadea ’sitzt er aus‘ – Ulrich vergleicht sich mit Walter – Walter ist auf alle Fälle gefühlvoller, sensibler – Theorie: jeder sendet Gedanken aus, aber nur die, die auf Resonanz treffen, strahlen zurück, wenn man es also nur mit mittelmäßigen Menschen zu tun hat, werden auch nur die mittelmäßigen reflektiert

Aber Walter hatte immer ein ganze besondere Fähigkeit besessen, heftig zu erleben. Er kam nie zu dem, was erwollte, weil er so viel empfand. Er schien einen sehr melodischen Schallverstärker für das kleine Glück und Unglück in sich zu tragen. Er gab stets kleine Gefühlsmünze in Gold und Silber aus, während Ulrich mehr im großen operierte, mit Gedankenschecks sozusagen, auf denen gewaltige Ziffern standen; aber schließlich war das nur Papier. (116)

Ulrich geht mit Bonadea zwar gern ins Bett, aber mit dem Davor und dem Danach hat er nicht soviel am Hut. Also macht er sich verschiedene Gedanken, während sie sich wieder ankleidet (und sich Zeit dabei lässt). Ulrich kommt also zur Erkenntnis, das er nicht so ‚gefühlig‘ ist wie Walter und dass eben große Gedanken auf ein entsprechendes Umfeld treffen müssen, sonst wird nix daraus. So unrecht hat er damit nicht.

Das könnte die nächsten Tage andauern.

Bin seit zwei Tagen youtube-süchtig. Schaue mir von Kochrezepten über Autounfälle bis zu Musik fast (!) alles an. Tiere gehen gar nicht. Nach wie vor nicht.

Hier mein Tipp für eine andere Art von Besinnlichkeit:

Was für eine Mühsal

Handy mit meinem Adressbuch synchronisiert. Jetzt habe ich zumindest alle alte Daten auf dem Handy – aber auf dem Computer habe ich nie die Handynummern nachgetragen, die ich in das alte Handy eingetragen …

Also muss ich mir das jetzt alles irgendwie wieder müsham zusammenkratzen.

In dem Lauf auch gleich mal im Adressbuch aufgeräumt und Kontakte rausgeworfen.

Auf dem Markt

Ich sollte und wollte Feldsalat kaufen, mehr nicht, da wir fürs Wochenede im Grunde schon alles haben und an den Feiertagen nicht viel brauchen. OK, wenn schon Feldsalat, dann auch noch 10 Eier. Ich kürze einfach ab: 50 Euro später bin ich dann in die Straßenbahn Richtung Job.

28 – Ein Kapitel, das jeder überschlagen kann, der von der Beschäftigung mit Gedanken keine besondere Meinung hat (111-114)

Ulrich arbeitet zu Hause – seine Gedanken schweifen aber ab – Über das Denken – Betrachtung über den Zustand des aktiven Denkens und dem Ergebnis, dem Gedachten – Ulrich denkt über Wasser nach, weil gerade ein Formel zur Zustandsgleichung aufgeschrieben hatte

Darum ist das Denken, solange es nicht fertig ist, eigentlich ein ganz jämmerlicher Zustand, ähnlich einer Kolik sämtlicher Gehirnwindungen, und wenn es fertig ist, hat es schon nicht mehr die Form des Gedankens, in der man es erlebt, sonder bereits die des Gedachten, und das ist leider eine unpersönliche, denn der Gedanke ist dann nach außen gewandt und für die Mitteilung an die Welt hergerichtet. (112)

Mein Linguistikprof hätte jetzt wohl gesagt: „Da begibt sich einer in die Niederungen der Metaphysik“. Kleiner, feiner Text über’s Denken.

Ich kauf‘ mir einen Muff!

Auf speziellen Wunsch ein kurzer Bericht zu gestern.

War natürlich alles halb so spektakulär, wie es sich anhört, denn so richtig ganz nackt durfte man ja mal wieder nicht sein. Hatte man den Eingang überwunden – da saß einer (!) für 250 Nudisten, um den Namen vom Ausweis abzusprechen – sollte man sich in den Toiletten umziehen. So was versteh ich ja echt nicht. Da soll man blank ziehen, aber umziehen hinter verschlossenen Türen? Nicht mit mir – aber es ging ja nur darum sich bis auf die gewünschte fleischfarbenen Unterhose und ein T-Shirt seiner Wahl auszuziehen.

Einschub: „fleischfarben“ definierte sich in einem Farbenspektrum, der bei schwarz begann, über rot zu blau ins grüne ging. Nun ja.

Das Theater war zwar gut geheizt – wir Kunst-Nudisten wissen jetzt, dass das Theater Fußbodenheizung hat – dennoch bei der Warterei ein Bademantel von Nöten. Insgesamt schon ein lustiges Bild, wenn man bedenkt, dass hier sonst nur ganz schon aufgeputzt rumgestanden wird. Schön, das echt alle Altersgruppen vorhanden waren und das wirklich ein verschieden-fleischfarbiges Bild später abgab. (Über den Geschmack so mancher Bademäntel lässt sich dagegen streiten, vorallem die, die Augenkrebs verursachen.)

Irgendwann in den Saal. Dort erfuhren die Nudisten, dass sie nicht nur für Film- sondern auch für Tonaufnahmen gebraucht würden. Also wurden verschiedene kleine Sequenzen geübt – siehe Titel – und x-mal aufgenommen. Aber das passierte alles eher auf die spaßige Art. Die eigentliche Nacktaktion beschränkte sich, wie vermutet, gerade mal darauf, dass auf Kommando erst die Bademäntel und dann die T-Shrits ausgezogen wurden – was mehrfach wiederholt wurde, um sicher zu gehen. Der Effekt ist übrigens erstaunlich klasse, ein Publikum sieht so viel homogener aus. Das konnten wir nämlich sehen, da auf die Bühe ein übergroßer Spiegel aufgestellt war, in dem sich das Publikm spiegelte. Später bei der Aufführung sollen dann die Aufnahmen auf / in den Spiegel projiziert werden, so dass sich das eigentliche Publikum vermeintlich nackt sieht. Ich kann mir diesen Effekt enorm gut vorstellen.

Und das war’s dann auch schon

Spannend dürfte es auf dem Permierenabend werden, zu dessen Feier wir als Dankeschön alle eingeladen sind. Denn der Regisseur versprach, ab 23 Uhr düften dann wieder die Hüllen fallen – und ich kann mir gut vorstellen, dass das einige von den Nudisten von gestern dann auch beim Wort nehmen werden. Wenn ich es schaffe, schaue ich auf alle Fälle vorbei … und da ich am nächten Tag Geburstag habe, warum sollte man nicht im Übereifer …

Alles für die Kunst!

Einige Jahre lang stand ich durchaus gerne als Akt’modell‘ auch vor der Kamera. Da ich mit verschiedenen Fotografen gearbeitet habe, gab es reichlich Abwechslung, was die Location betrafen. Nicht immer war das temperaturmäßig dann für einen Nackten angemessen, aber wie J. da immer sagte: Alles für die Kunst!

Irgendwann ist es auch relativ normal für einen, nackt in Trümmerhäuse rumzukraxeln, während der Fotograf friedlich in seiner Ecke sitzen bleibt und nur noch Anweisungen gibt.

Nicht immer sind wir ungestört geblieben – denn so Ruinen und Abrisshäuser ziehen verschiedene Klientel an – aber das hatte nie irgendwelche Folgen, außer das die Betrachter mit teils großem Interesse verfolgten, wie so ein Shooting einigermaßen professionell abläuft. Mir war’s egal, ob da noch in zweiter / eine zweite schauen konnte, wie ich so ohne aussehe.

J. war schon immer der Mutigste unter den Fotografen, was streng genommen heißt, er war immer der, mit den für das ‚Modell‘ mutigsten Situationen. Dafür hat sich die Bezeichnung „Blitzakt“ bei uns eingespielt, heißt, man bespricht die genaue Position, Haltung, Blick und was sonst noch wichtig ist, springt aus den Klamotten … klick, klick, klick … und wieder rein die Klamotten. Denn Blitzakte haben wir immer dann gemacht, wenn im öffentlichen Raum, auf Aussichtsplattformen beispielsweise, doch ein paar Menschen mehr unterwegs waren.

Heute abend lasse ich dann auch mal wieder die Klamotten fallen, zusammen mit wohl 200 anderen – denn es gilt für einen Dreh das hießige Theater mit nackten Menschen zu füllen. Das wird ästhetisch jetzt nicht so der Genuß werden im Gegensatz zudem, was die sonst auf die Bühne bringen, aber, s.o., was macht man nicht alles für die Kunst.

27 – Wesen und Inhalt einer großen Idee (110-111)

Was eine große Idee von einer gewöhnlichen unterscheidet – Diotimas große Idee ist, „daß der Preuße Arnheim die geistige Leitung der großen österreichischen Aktion übernehmen müsse“ – sie weiß, dass sie damit Ulrich zurücksetzen muss – aber das nimmt sie in Kauf und bietet ihm Hilfe an – immerhin kann er sich in der Nähe des großen Mannes aufhalten

Sie [Diotima] hatte sich vorgenommen, ihn [Ulrich] zu bemitleiden, und das erleichterte die Überzeugung, daß es eine Pflicht sei, Arnheim statt seiner für die Führung der verantwortungsvollen Aktion zu erwählen. (110f)

Große Ideen sind manchmal einfach auszudrücken. Aber der Ausdruck ist ja nur „toter Wortleib“ und nicht die Idee selbst – meint Diotima.

Neue Schritte

Ich bin ja so ein IPOD-Fan. Jahrelang habe ich 160 GB Musik und Hörbücher mit mir ‚rumgeschleppt‘, um in jeder Siutation die richtige Musik und das richtige Hörbuch zu haben. Jetzt ist er vor drei Wochen kaputt gegangen – ihn gibt es nun nur noch gebraucht zu teils echt horrenden Kosten, die meinen Geldbeutel sprenge. Also habe ich den von meinem Mann mitnutzen können, aber das ist ja irgendwie nicht das selbe.

Immerhin hat mein neues Handy so um die 40 GB frei, die ich nun teils schon jetzt mit Notmusik und schmalen zwei Hörbüchern belegt habe. Platz gibt es noch, aber der will gut genutzt werden. Ich probier das jetzt einfach mal und rein theoretisch könnte da ja auch noch eine Speicherkarte Platz haben (bloß wo? Aber das wird spätestens A. wissen).

Wie lange der Akku von dem Ding durchhält, werde ich auch noch erst testen müssen, würde mich aber arg, arg wundern, wenn der das Durchhaltevermögen vom IPOD hätte.

Früher war echt nicht alles besser – aber der IPOD war schon ein geniales Gerät.

# 532 – S.

An den Händen erkennt man die Familienzugehörigkeit

Für die Statistik

In den letzten 727 Tagen (also fast genau zwei Jahre) haben wir in der Küche 10 Kilogramm Salz verbraucht. Das sind pro Tag 13,7 Gramm. Gar nicht mal so wenig. Liegt wohl an den vielen Nudeln und Spätzle.

Nachtrag: HIER die Werte der Jahre davor.

26 – Die Vereinigung von Seele und Wirtschaft. Der Mann, der das kann, will den Barockzauber alter österreichischer Kultur genießen – Der Parallelaktion wird dadurch eine Idee geboren (107-110)

Diotima macht sich ein paar Gedanken über den Mohr von Arnheim – Arnheim soll Jude sein – Nun Gedanken zu Dr. Paul Arnheim – reich und ein bedeutender Geist – Autor von Büchern – er will die Vereinigung von Seele und Wirtschaft – Arnheim meint es schon zu können – Neues Denken – das gefällt Diotima – Arnheim sieht aber gar nicht jüdisch aus, findet sie – Es gibt gegenseitige Sympathie – Arnheim will die „Seelenhaftigkeit“ der Stadt genießen – Arnheim ist überzeugt, dass nur einzelne starke Menschen mit Erfahrungen „in der Wirklichkeit wie im Gebiet der Ideen“ die Parallelaktion wird lenken können

Aber auch Arnheim wurde entzückt, als er in Diotima eine Frau antraf, die nicht nur seine Bücher gelesen hatte, sondern als eine von leichter Korpulenz bekleidete Antike auch seinem Schönheitsideal entsprach, das hellenisch war, mit einem bißchen mehr Fleisch, damit das Klassische nicht so starr ist. (109)

Da bahnt sich doch zwischen den beiden was an! Das fühl‘ ich doch!

Keine Zeit!

Muss das Handy einrichten!

Quatsch, da gibt es so richtig viel nicht zu tun, vorallem weil ich Schlauberger bzw. „Käpsele“ es geschafft habe, meine Adressdateien aus dem einen System zu exportieren und in das Handy zu importieren. *schulterklopf*. Ansonsten ist es, wie immer, auf lautlos gestellt.

Ach so. Das Päckchen wurde gestern um 17:28 an DHL übergeben, heute war es um 13 Uhr bei mir. Trotz Weihnachtsgeschäft und so. Hermes kann mich echt mal …

Neues von Hermes? Nein, aber von 1&1

Ich will Euch ja echt nicht langweilen mit meiner Hermes-Handy-Geschichte. Dennoch ein Zwischenbericht.

Vorgestern habe ich wutentbrannt, wie ich leider sein kann, zwei Beschwerdebriefe (also richtig auf Papier mit Porto) an den jeweiligen Geschäftsführer von Hermes und 1&1 geschickt. Mir ist klar, dass die das nie sehen, aber bei der Telekom habe ich vor Jahren damit mal echt ins Schwarze getroffen. Hermes mit meiner Klage und der Forderung, mir die bisher aufgelaufenen Handyvertragskosten zu erstatten, 1&1 als Mitteilung mit der Aussicht, dass ich keine Produkte mehr von ihnen bestellen werde, wenn sie mit Hermes verschickt werden.

Gerade eben rief eine sonore Männerstimme von 1&1 an und wollte nur wissen, mit welchem alternativem Dienstleister er heute noch ein anderes Handy auf den Weg schicken kann. Das hat mich jetzt zugegeben doch etwas überrascht. Ich hatte mit einer Reaktion frühestens nächste Woche gerechenet – von Hermes.

Was ich mich aber gerade frage: Woher haben die meine Telefonnummer? Sie stand nicht im Brief, wir stehen seit Jahren in keinem Telefonbuch mehr und die Festnetzleitung ist von wem anderes.

Ohne mich

Heute Vorstandswahlen in Verein 2. Ich bin derweil aber auf der Vorstandssitung von Verein 1.

Nach den Erfahrungen der letzten drei Jahre ist klar, dass ich mich in Verein 2 auch nicht wieder aufstellen lasse. Dazu ist mir meine Zeit einfach zu schade alle zwei Wochen 90 Minuten damit zu verbringen, einer Vorsitzenden durch Anwesenheit ihr Ego zu stärken.

Sie hat zwar versucht mich so ganz nebenbei auf die Liste zu setzen und freute sich wohl schon, dass ihr der Coup gelungen ist – vorgestern hat sie aber diesbezüglich noch eine eindeutige Mail von mir bekommen. Nö, echt nicht mit mir. Und auf die Art erst recht nicht.

Jetzt aber zur Sitzung von Verein 1. Heute besonders kurz, da ein Tisch im Restaurant bestellt ist. Mein Vorteil – da wird dann nicht all zu lange über den 160.000 Euro Haushalt diskutiert, den ich zu verantworten habe.

25 – Leiden einer verheirateten Seele (103-107)

Wo ist ihre Seele hin und was ist das – die Zivilisation ist schuld, dass man keinen Zugang mehr zur Seele hat – auch ihre Liebesfähigkeit hat gelitten – Tuzzi ist Verstandesmensch, das kommt ihr nicht zugute – Tuzzi gut organisiert bzw. zwanghaft – Liebe nur eine Tätigkeit unter vielen – Sex nach Zeitplan – fühlt sich gezwungen – Tuzzi weiß, das ihr Salon ihm hilft – wird von ihm nicht wirklich ernst genommen in ihren Bestrebungen – sie will Tuzzi beweißen, dass der Salon kein Spielzeug ist – da kommt die Parallelaktion gerade recht – eigentlich hasst sieh ihn, aber da sie das nicht kennen darf, ist / wird sie schwermütig – und dann kommt Arnheim

Sie liebte ihren Gatten, aber es mengte sich ein wachsendes Maß an Abscheu darein, ja eine fürchterliche Beleidigung der Seele, die man schließlich nur den Empfindungen vergleichen konnte, die der in seine großen Unternehmungen vertiefte Archimedes gehabt haben würde, wenn ihn der fremde Soldat nicht erschlagen, sonder ihm ein sexuelles Ansinnen gestellt hätte. (105)

Diotima ist unglücklich. Die Ehe ist eher ein Zweckbündnis. Aber noch hat sie nicht aufgegeben, sie will es nicht nur Tuzzi sondern auch sich beweisen. Eine Art Emanzipation.

Hermes, die zweite. Eine Warnung

Das angebliche Transportunternehmen Hermes ist nach sieben Tagen immer noch nicht in der Lage, mir das Päckchen zuzustellen.

Bei einem erneuten Anruf heute kam zudem die Auskunft, dass sie auch keinen Liefertermin nennen können sondern mich auf „unbestimmte Zeit“ vertrösten müssen.

Dienstleistung ist sicher etwas anderes und ich würde allen abraten, diesen „Dienst“ in Anspruch zu nehmen. Das ist einfach nervenschonender, denn das Ergebnis bleibt sich ja gleich.


Nachtrag eine Stunde später

Auf meine Beschwerdemail erhielt ich prompt eine Antwort mit folgendem Inhalt:

Derzeit erhalten wir viele Anfragen. Daher benötigen wirmomentan mehrere Tage für eine Antwort. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ich denke, dazu braucht es von mir keinen weiteren Kommentar.

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