24 – Besitz und Bildung; Diotimas Freundschaft mit Graf Leinsdorf und das Amt, berühmte Gäste in Einheit mit der Seele zu bringen (98-103)

von Bert

Diotima ist die Busenfreundin von Graf Leinsdorf – er verehrt sie – sein Wohlwollen macht ihren Salon bekannt – ist Patriot und Kapitalist – macht etwas auf Fähnchen im Wind – beschreibt sich als ein „leidenschaftlicher ziviler Idealist “ – in ihrem Salon gehen hochangesehen Leute ein und aus – gute Gastgeberin – Problematiken eines Salons – von der Unfähigkeit „zu einem einfachen, aber gehobenen Beisammensein der Menschen

Seit ihr Ehrgeiz durch Erweiterung zu Geist geworden war, hatte sie dieses Wort [Kultur] immer häufiger gebrauchen gelernt. (101)

Diotima hat mit ihrem Salon ein Grundproblem: Es ist äußerst schwierig, die Menschen zu einer echten Unterhaltung zu bekommen. Denn – und das hat sich ja nicht geändert – die meisten hören sich halt immer selber gern reden, so dass ein Dialog nicht aufkommen will. Andererseits wird die Realität immer komplexer, so dass ‚einfache‘ Gespräche kaum noch möglich sind, wenn sie Inhalt haben sollen. Sie ist mit den meisten Themen zumindest leicht überfordert, während ihr Mann das gut handeln kann. Das führt zu einer Entfremdung.