Notnagel

von Bert

Mein Abteilungsleiter beordert mich heute morgen zu sich ins Büro. Der Hauptgeschäftsführer (HGF) hätte sich bei ihm gemeldet nicht, um sich mal wieder nach meinem Beziehungsstatus zu erkundigen, sondern von ihm zu wissen, ob ich für eine Projektstelle (halbtags, bis Ende des Jahres befristet) geeignet sei. Er, also der Abteilungsleiter, will sofort ‚Ja‘ schreiben, besinnt sich aber und fragt dann doch erstmal mich, ob ich mir das überhaupt vorstellen kann. In meiner Situation gibt es da nichts zu bedenken und der HGF erthält eine entsprechende Nachricht. Nach einiger Zeit setzt der sich mit der Chefin von Abteilung III ins Verständnis, die wiederum mit meinem Chef, so dass die drei irgendwann übereinkommen dass es das Einfachste wäre, wenn ich mich bei der Chefin von Abteilung III mal vorstelle. Super denke ich mir, das wird sicher lustig, denn wie soll ich begründen, dass ich mich auf die Stelle nie beworben habe und jetzt doch will. Der Frau ist aber was ich kann und nicht so was von vollkommen egal. Die will nur wissen, ob ich die Anforderungen erfülle, die das die Stelle finanziernde Bundesministerium fordert. Das lässt sich in fünf Minuten klären. Klar ist, alles, was gefordert ist, kann ich nicht nachweisen (beispielsweise Handwerksausbildung und Studium).

Jetzt ist also dann das Bundesministerium für auswärige Angelegenheiten am Zuge.

Dazwischen, weil es ja sonst heute zu langweilig geworden wäre, noch ein längeres Gespräch mit dem jetzigen Vorsitzenden eines Meisterprüfungsauschuss. Sozusagen die inofizielle Staffelübergabe. Für die Frühjahrsprüfungen werde ich als Stellvertreter hospitieren, für die Herbstprüfungen ist dann der Rollentausch geplant. Konkret heißt das: Sechs Wochenende im Jahr weniger, dafür ein paar zusätzliche Kröten.

Für heute reichts!