39 – Ein Mann ohne Eigenschaften besteht aus Eigenschaften ohne Mann (148-150)

von Bert

Ulrich ist leidenschaftlich, aber nicht im landläufigen Sinne – er ist nämlich zugleich teilnahmslos – vertraut seiner Kraft – Eigenschaften und Erlebnisse bekommen ihre Bedeutung im Kontext – deren Wertigkeit kann man selbst bestimmen – Kette von Handlungen – ein und dieselbe Eigenschaft wird je Person anders ausgelegt – Erlebnisse haben sich vom Menschen unabhängig gemacht – Auflösung des anthropozentrischen Verhaltens ist beim Ich angekommen

Ganz einfach gesprochen, man kann sich zu den Dingen, die einem widerfahren oder die man tut, mehr allgemein oder mehr persönlich verhalten. (149)

Und gleich das nächste ‚theoretische‘ Kapitel. Da Eigenschaften (und Erlebnisse) unterschiedlich interpretiert werden können, sind Eigenschaften an sich (nicht mehr) von übermäßig großer Bedeutung. Sie sind Beiwerk eines nicht näher zu bezeichnenden Charakters oder eines Ichs. Zwar nicht austauschbar, aber in ihrer Wertigkeit einem gorßen (situativem) Wandel unterworfen. Was indirekt zur Frage führt, die dem Kapitel unterliegt: Was bestimmt eigentlich mein selbst? Wie bin ich vom anderen unterschieden?