Durch die Zeit

Erster Tag

Die neue Kollegin, M., empfängt mich freundlich. 80 Sekunden später erkundigt sie sich, ob man nicht schon mal gleich zum „Du“ wechseln könnte. Da hab‘ ich nix dagegen. Sie ist in etwa mein Alter und erinnert mich an Cindy von Marzahn. So ein bißchen von Aussehen und Statur, so ein bisschen von der Lebendigkeit und der Lust am Reden. Aber sehr viel angenehmer als Cindy und überaus fachkompetent.

Was bei der anderen Stelle knapp eine Woche gedauert hat, ist in zwei Stunden erledigt: Das Einrichten des Computers durch die IT. Drucker, Laufwerkberechtigungen, Freischaltungen, … Man ist ja jetzt ‚Berater‘. Also gibt es wortlos noch ein Diensthandy obendrauf, so dass ich mich jetzt zu den Top-Beratern des Hauses zählen darf. (Die Berater meiner anderen Abteilung haben nämlich kein Diensthandy – ja, ja, so kann’s kommen!)

M. hat meinen Arbeitsplatz mit allem notwendigen Material schon mal ausgestattet, darunter einen 50-cm-Lektürestapel – zu dem ich aber so gut wie nicht komme, weil sie mir lieber das erzählt, was es zu lesen gibt. Soll mir recht sein. Mir schwirrt nach einer Stunde der Kopf und ich werde wohl nen guten Monat brauchen, da bis ins Detail durchzusteigen. Aber ich freu mich drauf.

N., eine weitere Kollegin im Raum, mit ähnlicher Aufgabenstellung, wenn nur nicht so speziell, bietet mir nach 70 Minuten ebenfalls das „Du“ an (die restlichen beiden gehören zu meiner anderen Abteilung und duzen eh alles, was zwei Beine hat).

Beide AL’s geben sich (kurz) die Ehre und mir will scheinen, sie gehen sich beide etwas aus den Weg. Denn unser Vorschlag, sich dann mal in großer Runde zusammen zusetzen, um Strukturen, Verhältnisse, Zuständigkeiten etc. zu klären, damit wir ohne bürokratisches Gedöhns schnell ins Arbeiten kommen, stößt auf äußerst zurückhaltendes Interesse.

Insgesamt ist es ein komplett anderes Klima als in der anderen Abteilung. Im psychotherapeutischen Bereich würde man das als „freundlich zugewandt“ bezeichnen. Jedenfalls fühle ich mich wohl und ernstgenommen. Das tut gerade gut.

41 – Rachel und Diotima (162-167)

Erste Sitzung der vaterländischen Aktion bei Diotima – Diotima hat mit Hilfe ihrer Kammerzofe Rachel alles fein gerichtet – nur „selbstlose Diener“ sind geladen, keine Politiker – Rachel ist 19 – hat ein uneheliches Kind, ist bei einer Pflegemutter untergekommen ist – darf die Bücher von Diotima lesen und ihre Kleider auftragen – für Viertel nach zehn Uhr ist die Sitzung anberaumt – Rachel „verehrt“ Diotima – Rachel weckt Diotima – der Schriftführer bekommt sechs Bleistifte und nicht nur drei wie die anderen – hilft ihr dann bei der Toilette

Es wäre aber die sinnliche Berührung mit dem großartigen Frauenkörper beweitem nicht so schön für sie [Rachel] gewesen, würde sie nicht völlig durchstrahlt worden sein von der moralischen Bedeutung Diotimas. (166)

Einführung Rachel ins Geschehen. Sie ist ein klein wenig naiv, aber ohne jede Frage liebenswert. Vielleicht nicht gerade die Klügsten von allen, aber lernbegierig. Und, so scheint es, sie hat ein großes (und neugieriges) Herz.

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