Es war einmal

von Bert

Sitze im Zug nach K. am Rhein. Die Strecke kenne ich, von einem früheren Job her, im Schlaf. Es stellt sich Unwille ein, denn irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr heute da und morgen dort zu sein, so spannend und ‚weltmännisch‘ das zu Beginn auch war.

Andererseits freue ich morgen auf K. Immerhin vier Jahre dort gelebt und nie gedacht, dass ich mich in dieser Millionenstadt so wohl fühlen könnte. Wenn mein Mann nicht gewesen wäre, wäre ich sicher noch dort, aber so was von!

Egal. Morgen Rhein gucken, Schiffe zählen. Und bevor es mit dem Zug zurück geht ein Kölsch. Und in der Mittagspause schnell zumindest nach St. Kunibert rüber, vielleicht reicht es auch für St. Ursula. Was ich in keiner Stadt, in der ich lebte, bisher konnte, ist mir in K. komplett leicht gefallen: Nach einem Jahr habe ich Freunde, die mich besuchen kam, stundenlang durch die Stadt geführt und erklärt was wie warum weswegen und wie zu sehen wäre. Es war (und ist) für mich ein Faszinosum wie etwas 2000 Jahre Geschichte an einem Ort sichtbar werden können.