46 – Ideal und Moral sind das beste Mittel, um das große Loch zu füllen, das man Seele nennt (185-188)

von Bert

Von der Unmöglichkeit eines reinen (Seelen)Lebens – Arnheim hat in Berlin eine bedeutende Sammlung von Heiligenfiguren – ist einmal von einem Angestellten bestohlen worden – Arnheim beneidet ihn fast darum, da es mit einem Ziel tat

Denn dauernd vermögen bloß Narren, Geistesgestörte und Menschen mit fixen Ideen, im Feuer der Beseeltheit auszuharren; der gesunde Mensch muß sich damit begnügen, die Erklärung abzugeben, daß ihm ohne eine Flocke dieses geheimnisvollen Feuers das Leben nicht lebenswert vorkäme. (186)

Und noch ein paar Seiten über die Unmöglichkeit des reinen, sprich des guten, sprich des beseelten Lebens. Arnheim ist sich bewusst, dass ihm, obgleich unendlich reich und erfolgreich, doch was fehlt. Und das scheint er in Diotima zu sehen. Oder er hofft es zumindest.