GT (8)

von Bert

Nach einer Woche Pause wieder pünktlich hin. Wir sind ja alle in paar Minuten früher da, damit wir pünktlich anfangen können – darauf legt der Psychodoc wert (wg. Tagesstruktur und so). Als wir eben schon sitzten und warten, erkundige ich mich, ob ich letzte Woche was verpasst hätte. Zu meiner großen Überraschung ist es C., die Bericht erstattet – und zwar mit mehr als zwei Sätzen. Es ist das erste Mal (Nummer drei in dieser Woche), das es davor zu einem, wenn auch schleppendem Gespräch kommt. T. unterstütz mich – aber dann versiegt es doch.

Die Einstiegsgrunde lang und hart. Ich realisere zum ersten Mal, dass es zweien von uns wohl richtig übel gehen muss, denn das Thema Klinik wird angesprochen. Von den Ausschnitten, wie ich die beiden kenne, wäre ich da nie darauf gekommen – aber da weiß Psychdoc natürlich mehr. Gut, dass es angstfrei einfach Thema sein kann. Der zweite geht natürlich, so ist er halt, darüber hinweg, schließlich hat er ja alles im Griff. Das lässt der Psychodoc heute so gar nicht durch und es kommt zum ersten Mal (also das ist jetzt das vierte erste Mal in dieser Woche – Liebes Schicksal, könntest Du mir bitte auch noch was für den Rest des Jahres aufbehalten?) zu einer Art Auseinandersetzung zwischen Therapeut und Patient.

Bis auf mich haben echt alle viel zu berichten, teils heftiges Zeugs, teils Fortschritte. Zwar höre ich mit Interesse zu – dabei bin ich aber nicht so richtig. Es ist gerade eben auch viel Neues für mich und ich merke, dass nicht nur meine Aufnahmekapazitäten sondern auch die Verarbeitungskapazitäten am Rande sind. Da ich in der Einstiegsrunde als zweiter dran bin und eben von meinem „alles gerade etwas viel“ berichte, ‚entbindet‘ mit der Psychdoc quasi von der Mitarbeit und gibt mir freien Raum. Das ist echt ein erfahrener Hund!

Viel nehme ich heute nicht mit. Ist aber OK so.