Durch die Zeit

Einmal ist langweilig

Meine Mutter hat mich heute erinnert, dass ich Namenstag habe. Langsam blicke ich da echt nicht mehr durch. Bisher war es immer der 24.1. – vom 24.3. war noch nie die Rede. Im September ist meist auch noch einer und einer im Dezember. Da soll einer durchblicken? Ich tu’s jedenfalls nicht.

Ist auch egal. Früher gab es immerhin eine Tafel Schokolade (also am 24.1.) – aber das ist schon seit Jahrzehnten abgeschafft. Und da mir dieses ganze Brimborium [Hand hoch, wer dieses wunderschöne Wort schon mal geschrieben hat!] echt am Arsch vorbeigeht, nehme ich es einfach zur Kenntnis – und kaufe mir morgen keine Tafel Schokolade, aber vielleich was für unten drunter.

58 – Die Parallelaktion erregt Bedenken. In der Geschichte der Menschheit gibt es aber kein freiwilliges Zurück (231-234)

Leinsdorf und Ulrich im Plausch – Leinsdorf mag Arnheim nicht – Ulrich meint beobachtet zu haben, dass die Parallelaktion alle traurig macht – Leinsdorf gibt ihm recht – Unzufriedenheit (Undankbarkeit) als menschliches ‚Grundgesetz‘ – Viele Ideen für die Parallelaktion haben die Vergangenheit als Idealzustand – aber in der Geschichte gibt es kein zurück – Leinsdorf in sich gespalten – mag Ulrich – Viele andere Ideen für die Parallelaktion haben die Zukunft als Idealzustand – Leinsdorf bittet, auf einer Veranstaltung bei Diotima teilzunehmen

Denn angenommen, daß es in der Geschichte kein freiwilliges Zurück gebe, so glich die Menschheit einem Mann, den ein unheimlicher Wandertrieb vorwärtsführt, für den es keine Rückkehr gibt und kein Erreichen, und das war ein sehr bemerkenswerter Zustand. (234)

Tja, die Sehnsucht richtet sich nach vorne oder nach hinten – aber scheinbar nie zur Seite (zeitlich gesehen). Hier eine kleine Exploration der Sehnsüchte, die entweder in die Mappe (wahlweise (Datei-)Ordner) „Zurück zu …“ oder „Vorwärts zu …“ abzuheften ist. Das Jetzt scheint an sich im Zustand der Ungenügendheit zu sein.

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