Durch die Zeit

Monat: April, 2019

Wen’s interessiert

Beschlossene Sache im Lesekreis. Nach Lukrez („De rerum natura“ – aber auf deutsch natürlich) folgt nun „Tod des Vergils“ von Hermann Broch. Hatte ich eingebracht, mich aber seit dem letzten Treffen distanziert und hätte lieber „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann gelesen, auch ne Idee von mir. Vielleicht auch gut so, nur 400 Seiten in Schneckentempo statt 1.000.

Notizen, morgen oder wann auch immer ggf. auszuarbeiten für Beitrag

  • L. 66. 1/3 war ich dabei. Beim Rückblick doch noch was Neues.
  • Ich bin der Anhang meines Mannes. Zur Überraschung der anderen funktioniere ich auch ohne ihn.
  • Entlarvend!!! E. erkundigt sich, ob ich gut sitze. Dabei will er wissen, ob ich mich verloren fühle oder nicht.
  • J. + S. suchen definitiv Kontakt zu mir. Also eher J. als S. Damit hatte ich nicht gerechnet. Entspannt ungemein.
  • J. redet, ich höre zu.
  • Die Speelns der anderen ertrage ich. Warum sollten sie also nicht meinen ertragen? Dann bin ich halt ein ‚Tätschler‘ oder was auch immer. Aber J. schreit nicht, als ich mal kurz meine Hand auf sein Knie lege.
  • Mir ist Körperkontakt (Hand geben etc.) wichtig.
  • Als einer der wenigen muss ich aus dem Kreis morgen arbeiten und gehe nach dem Pfarrer.
  • Das Konzept der Gaststätte ist ohne Frage gut. Aber warum muss die Hälfte der warmen Speisen lauwarm kommen? Hat man ihnen das im letzten Jahr nicht gesagt?
  • Spargelsuppe mit Limette ohne Limette und ohne Garnitur und mit zuviel Sahne ist ok – aber auch maximal das.
  • Die, die mich als „feinen Menschen“ bezeichnet, zieht weg.

66

Doof, wenn man so gar keine Lust hat, aber auf einen Geburtstag muss.

69 – Diotima und Ulrich. Fortsetzung (286-291)

Er ist der Anwalt des Nüchternen – möchte bei Diotima Anstoß erregen, sie herausfordern – sehnt sich aber nach der Gesellschaft mit ihr – bei einer allgemeinen Frage meint Diotima Ulrich ihre Liebe zu Arnheim gestanden zu haben – Gedankenexperiment: Was wäre, wenn das geschieht, was man sein Leben lang gefordert hat? – These: In der Wirklichkeit liegt das Verlangen nach der Unwirklichkeit – die Wirklichkeit schafft sich ab – Diotima kommt nicht wirklich mit – dennoch wird ihr klar: Es braucht eine Entscheidung für oder gegen Arnheim

Wir überschätzen maßlos das Gegenwärtige, das Gefühl der Gegenwart, das, was da ist; ich meine, so wie Sie jetzt mit mir in diesem Tale da sind, also ob man uns in einen Korb gesteckt hätte, und der Deckel des Augenblicks ist daraufgefallen. (289)

Typisches Gedankenexperiment von Musil. Zwar eine Binsenweisheit, das nichts bleibt wie es ist, aber wenn man es, wie er es tut, auf die Spitze treibt, dann stellt sich schon die Frage nach der Echtheit und der Erlebnisweise der Wirklichkeit. Letztendlich auch ein altes philosophisches Problem, aber hier eben sehr hübsch und lesenswert aufbereitet. Interessant die psychologische Unterströmung, die Musil eingebaut hat. Meint Diotima sich am Anfang in ihrer Lieben zu Arnheim verraten zu haben, kapiert sie am Ende, wenn auch nicht so, dass sie es erklären könnte, doch, dass Warten nichts hilft und nur eigene Entscheidungen die ’neuen Wirklichkeiten‘ schaffen, die sie will.

6 = 2 + 1

Von sechs Prüflingen kamen drei.

Heute waren die Jungs eindeutig besser.

Beides hat Seltenheitswert.

Ohne Anspruch

Morgen noch ein paar Prüflinge, dann kurz einkaufen, dann werde ich bis Montag wohl das Haus nicht mehr verlassen. Hemmungslos lesen und dann schlafen, wann es mir danach ist. Da mein Mann seit heute für eine Woche in Griechenland bei einer Freundin ist, gibt es niemand, der dann einen wie auch noch geringsten Anspruch stellen kann. Ähh, Sonntagabend muss ich noch auf ein Geburtstagsessen, OK, aber bis auf das erstmal: Niente.

Blogeintrag mit Monsterwort

Ein Tag halt. Alles soweit im grünen Bereich. Der Höhepunkt wohl, dass ich spontan Quarbällchen gekauft habe (die ich sonst nie kaufe). | Ach so, die Ernennungsurkunde vom Regierungspräsidium lag auf dem Tisch. Jetzt bin ich also ganz offiziell stellvertretender Meisterprüfungsauschussvorsitzender. | Hilft mir aber auch nix, dass mein Mann und ich bei der Steuer irgendwas falsch machen. Wir suchen uns jetzt einen Steuerberater, da ich gestern fast einen Anfall bekommen habe. | Zwei Tage keinen Mittagsschlaf, daher gestern schon um kurz nach 10 ins Bett. Was A. sich gedacht haben mag? Dennoch plagende Träume, diesmal gab sich sogar der Papst die Ehre. | Ich darf echt nicht vergessen, dass ich Samstag Prüfungen abnehmen darf. Hätte heute schon den Dienst vergessen (der aber so ruhig ist, dass ich jetzt schnell schreiben kann). | Schaue auf Netflix Broadchurch (sehr empfehlenswert). Sie erinnert mich an meine Supervisiorin und er sieht so aus, wie ich mir meine große Liebe M. im Alter vorstellen kann. Beides lenkt ein wenig ab. | Am WE sollte ich echt mal versuchen, einen Tuck weniger zu denken oder zumindest das Zeugs aufzuschreiben (hier wohl eher nicht, was vielleicht auch gerade die Pausen hier erklärt). |

Soviel zu: „Ein Tag halt.“

68 – Eine Abschweifung: Müssen Menschen mit ihrem Körper übereinstimmen? (283-286)

Bei den Fahren berühren sich die Kleider von Diotima und Ulrich – die Körper bemerken es – Übertragung des Begehrens von Leib auf Kleidung – über Wollust – ab wann ist was Liebe? – wie kommen Geist und Körper überein? – welcher Körper passt zu welchem Geist?

Aber ist das der Körper unseres Geistes, unserer Ideen, Ahnungen und Pläne oder – die hübschen inbegriffen – der unserer Torheiten? (286)

Ein kleiner Exkurs zur Leib-Seele-Problematik. Nach wie vor aktuell. Hier etwas ironisierend diskutiert.

Was ist?

Dauernd vergesse ich zu bloggen. Was soll mir das sagen, wenn es mir was sagen soll?

# 466

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Ein Blog, der niemals einer sein wollte...

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Dies ist (m)ein Ort für Kopfkino. Erotische Gedanken und Reflektionen.

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Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

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... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

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