GT (13)

von Bert

Wir sind nur zu sechst. Aber die Einstiegsrunde dauert dennoch eine Stunde. Aber irgendein Thema will sich nicht ergeben. Der Psychdoc stellt in den Raum, die nächsten vier Wochen in den Blick zu nehmen, in denen wir uns nicht sehen werden (da Osterpause ist). Mir fällt ein, dass ich mal so eine ‚virtuelle‘ Wunschrunde mitgemacht habe und sage das. Der Psychodoc nimmt das auf und schlägt vor, dass wir uns gegenseitig das sagen, was der / die andere in den nächsten vier Wochen schaffen wird. (OK, eine Empathie-Übung, nicht gerade die Herausforderung für mich). Also bekommen von mir Befähigungen:

  • T., dass er eine geile Gliederung für seine Bachelor-Arbeit erarbeitet, an der er sich ann stressfrei abarbeiten kann
  • J., dass er mal wieder Sport macht und sich auspowert, so dass er mal wieder sich uns einen Körper spürt
  • C. I, dass sie einen Smalltalk so gestaltet, dass beide am Ende sich überlegen, ob man sich nicht mal auf einen Kaffee treffen könnte
  • C. II, dass sie einfach mal sich vollkommen grundlos was Gutes tut.

Das mag jetzt banal oder nach „Na ja“ klingen. Aber schaue ich mir das an, was die anderen mir zugesprochen haben, dann haben alle ihre Finger mehr oder weniger heftiger auf offene Wunden oder Punkte gelegt. Gerade C. II, die jetzt doch anscheinend etwas Vertrauen zu mir findet, bringts elegant auf den Punkt.

Das ‚Besondere‘ an dieser Art ist, dass ‚Schwächen‘ als Möglichkeiten / Optionen ‚umgedeutet‘ werden und man selber das zu einem Gesagte plötzlich nicht so als Hürde sieht.

Bin echt gespannt, was wir in vier Wochen berichten werden.