65 – Aus den Gesprächen Arnheims und Diotimas (268-271)

von Bert

Diotima kann mit Arnheim über den General reden – er versucht sie zu belehren mit allgemeinen Ideen von „Geschäft und Dichtung“ – sie kann nur schwer folgen (was nicht wundert) – Arnheim mit Plattheiten über die Verantwortung der Reichen – verweist auf die Leistungen seiner Väter – kommt vom Stöcken aufs Hölzchen – merkt es dann selber – empfiehlt, den Gernal nicht vollkommen auszuschließen

Arnheim ließ die milde Hand einen Augenblick lang unentschlossen in der seinen ruhn und starrte nachdenklich darauf, als hätte er etwa zu sagen vergessen. (271)

Arnheim gibt den selbstgefälligen. Gibt den ‚Mann‘ ab, der zu allem und jedem was zu sagen weiß – und macht sich damit nicht gerade sympathisch. Diotima hört zwar aufmerksam zu, ist aber zugleich leicht verwirrt, weil sie wohl ahnt, dass Arnheim auch ein bisschen so vor sich hinschwallt und eigentlich gar nicht so genau weiß, wo er mit seinen Worten hin will. Aber sie tut mal so, als ob es wichtig und wertvoll wäre, was er da sagt – was ihm natürlich schmeichelt. Mann eben.