Durch die Zeit

Wie Kafka

Heute mein erstes „Licht-Luft-Bad“ in diesem Jahr genossen. Dazu der neue Winslow, Tasse Tee. Jetzt gibt es dann Wurstsalat bevor ich noch zum Dienst in Verein 1 muss. Ich glaube, das wird heute ein dunkelgrüner Tag.

66 – Zwischen Ulrich und Arnheim ist einiges nicht in Ordnung (271-276)

Ulrich unterhält sich oft mit Diotima – berichtet von seiner Arbeit – zeigt ihr die vielen unterschiedlichen Ideen – die einen, wie gehabt, suchen das Heil in der Vergangenheit, die anderen in der Zukunft – nennt sie „Mächtige Kusine“ – Gedankenspiele – spricht in auf General von Stumm an – sie unterstellt ihm, er hätte dem General Aussichten gemacht – er widerspricht – berichtet von einem Missverständnis in einem Gespräch mit Arnheim über einen beliebigen General – Diotima kommt nicht ganz mit – berichtet ausführlich vom Gespräch mit Arnheim – Arnheim hält Ulrich nicht für einen Wissenschaftler, sondern Ulrich solle auf dem „Gebiet des Handelns“ tätig werden – denken oder leben? – vom Verwirklichen und dem Nichtverwirklichte – dennoch vermutet Ulrich, dass Arnheim seine Achtung gewinnen will – am Schluss wie sie von Ulrich einen Rat, wie mit dem General umzugehen sei – Ulrich: „Fernhalten“ – das gefällt Diotima

Diotima verschanzte sich, wenn Ulrich so sprach, in ihrem hohen Körper wie in einem Turm, der im Reisehandbuch drei Sterne hat. (272)

Gut konstruiert, wenn man die beiden ‚Ratschläge‘ gegenüberstellt, denn sie geben die beiden Geisteshaltungen der Männer wieder. Arnheim, der Mensch der Tat, der macht und wenig zweifelt bzw. hinterfragt, dagegen Ulrich, der mehr im Kopf als im Körper ist und nicht nur die Gegenseite sieht, sondern alle dritten Sonderwege mit bedenkt. Es sind unterschiedliche Haltungen die auf die jeweils selbe Frage natürlich unterschiedliche Antworten haben. Baut man das in philosophischer bzw. gesellschaftlicher Hinsicht theoretisch aus – was Musil sicher durchdacht hat – dann ist es eben der Kampf zweier (Gesellschafts-)Systeme. Zur Entstehung von MoE war das vielleicht nicht brisanter als heute, lag aber viel mehr offener zutage und es wurde viel mehr darum gekämpft. Heute hat der Kapitalismus scheinbar gesiegt und andere Entwürfe kommen kaum noch in die Diskussion. Unterschwellig geht es aber auch um das konkurrierende Buhlen um Diotima – da können die beiden Männer behaupten, was sie wollen.

Anton Weyrother

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