82 – Clarisse verlang ein Ulrich-Jahr (351-357)

von Bert

Ulrich bei Clarisse – macht ihr klar, dass ihr Brief (der mit der Forderung nach einem Nietzsche-Jahr) blöd war – sie sieht das nicht so – sie bringt ein Ulrich-Jahr zur Sprache – kommt auf Moosbrugger zu sprechen – Clarisse hält ihn für musikalisch, auch wenn er nicht komponieren kann – ab wann ist etwas bedeutend? – Ulrich zweifelt, gute Gedanken verwirklichen zu können – Was ist eine (gute) Idee? – deren Vergänglichkeit – Sie springt im Thema und gesteht, dass Walter auf Ulrich eifersüchtig ist – sie zitiert Nietzsche: Sicher wissen wollen, ist so wie sicher gehen wollen, eine Feigheit! – Walter kommt

Denn eine Idee: das bist du; in einem bestimmten Zustand. (354)

Unklares Kapitel wie ich finde. Clarisse springt nur so durch die Themen, während Ulrich mal wieder hölzern von oben herab philosophiert. Sie will verwirklichen, er dagegen sieht das Unmögliche. Sie kann man durchaus als Idealisten bezeichnen, wenn auch als eine etwas wirre, der dagegen tut ungemein abgeklärt, setzt sich damit aber selber ins Handlungsaus. Beide wollen 100 Prozent, aber während sie sich auch mit 90 Prozent zufrieden geben würde nach dem Motto, immerhin mal versucht, tut er keinen Schritt, wenn nicht die 100 Prozent ’sicher‘ sind.