Durch die Zeit

MV – oder wie bekomme ich, also man(n), also frau multiple Orgasmen

Mitgliederversammlung Verein 1. (Das mit der 1 kann ich ja eigentlich lassen, denn es gibt ja nur noch den einen.) Neben die Vorstellung des Haushaltsabschlusses 2018 und der Planung 2019 – quasi der „geheime Höhepunkt“ (Vorsicht: Ironie!), denn steckt immer eine Menge Arbeit von mir drin, schließlich bin ich Schatzmeister – gab es noch als ein formal wichtiges Thema Satzungsänderungen. Die waren in toto vom Finanzamt vorgegeben. Aber da gab es doch drei WichserInnen (zwei weiblich, einer männlich), die wohl multiple Orgasmen erlebten, als sie jede, aber auch wirklich jede Änderung „kritisch“ hinterfragen mussten, um beständig die Anwort zu bekommen: „Wenn wir das nicht so beschließen, verlierern wir unserere Gemeinnützigkeit“. Da wurde um juristische Formulierungen diskutiert, ob man nicht hier vielleicht …

Wenn es wenigstens um etwas inhaltliches gegangen wäre, OK, dann klar, dass da einige / viele so ihre Show brauchen, sollen sie auch haben. Aber bei Formalien? Ich komme einfach nicht unverletzt durch die Tür, wenn ich sie vorher nicht aufmache. Aber muss ich mir sie danach noch mehrfach auf den Schädel schlagen?

Das  sind für mich Lebenszeitvernichter.

Was ich mich frage: Den anderen ging das genauso auf den Nerv – aber so wie ich sagt niemand was. Falsche Rücksicht?

84 – Behauptung, daß das gewöhnliche Leben von utopischer Natur ist (363-369)

Ulrich zu Hause – viel Papier zur Parallelaktion – viel Unsinniges – neues Wort: „dortortig“ – geht zurück zu Clarisse – „Ulrich entwickelt das Programm, Ideengeschichte statt Weltgeschichte zu leben.“ – es kommt mehr darauf an, was geschieht und nicht wem es geschieht – Walter hält dagegen – Bedeutung des Theaters für das Vorstellen von Ideen – Wenn man Ideen lebt, so fragt Walter, könnten dann noch neue entstehen? – Ulrich: Ist das vollkommenen Leben nicht das Ende der Kunst? – Kunst als Lebensverneinung

Es sieht Dir [Ulrich] ähnlich, von etwas zu behaupten, es sei unmöglich, aber wirklich. (369)

Letztendlich eine intellektuelle Version der Frage: Wie kann ich gut leben. Hier unter Verzicht der Frage, was die menschliche Natur an sich einfordert. Letztendlich die große Frage: Ist was von Bedeutung?

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