89 – Man muss mit seiner Zeit gehen (400-406)

von Bert

Arnheim konferiert mit Untergebenen – jetzt beim Frühstück – Erinnerung an den Vorabend bei Diotima – war sehr lebhaft gewesen – wieder viele Thesen und Vorschläge, u.a. die „photogeneische Erneuerung durch den Film“ – heftige Debatten – ohne jedes konkrete Ergebnis natürlich – Gespräch mit dem General – der macht seine Verwirrung Arnheim kund – Arnheim macht sich Gedanken über den Abstand zwischen ihm und der Jugend, die ihn umgibt

… die neue Art zu denken gliche dem freien Assoziieren bei gelockerter Vernunft, das unleugbar sehr anregend sei. (404)

Arnheim weiß auch nicht so richtig weiter. Auf der Versammlung vom Vortag eine Menge Vorschläge und Gegenvorschläge, Be- und Entkräftigungen. Die meisten der Anwesenden waren jünger als er und er sinniert etwas über die Dazugehörigkeit – auch im Denken. Zu einer Entscheidung kommt er nicht, aber da ist wohl so eine Ahnung, dass er nicht mehr lange alles in der Hand wird halten können. Mir scheint es eine Art Zwischenkapitel zu sein, das vielleicht etwas vorbereiten soll / will.