Geiz ist nicht geil

von Bert

Irgendwie bin ich schon eigenartig. Oder einfach nur geizig? Ich verdiene zwar nicht wirklich viel, aber es ist irgendwie OK, den viel brauche ich echt nicht. Zwar gäbe es so noch ein paar Wünsche, aber die gehen dann gleich in die Tausende – eine Region, in die ich eh nicht mehr kommen werde.

Urlaub steht an, meine Panik, nicht genug zum Lesen dabei zu haben wächst immer mehr, auch wenn wir ja in Deutschland bleiben, es dort auch Internet gibt … aber da steckt noch der Urmensch in mir drinnen, ohne Internet.

Die Bücherwunschliste ist voll, die Kosten lägen bei 130 Euro oder so und dennoch zögere ich, schaue, was ich mir noch vielleicht irgendwie runterladen könnte.

Heute gab es überraschend Geld für eine Kochaktion von vor ein paar Wochen: 350 Euro. Aber anstatt jetzt „Juhu“ zu schreien und die Bücher zu bestellen, bleibe ich skeptisch.

Liegt es daran, dass ich einem E-Book keinen Wert zu spreche, obwohl es ja der gleiche Inhalt ist? Papierbücher will ich mir wegen Platz nur dann noch kaufen, wenn sie mir wirlich wichtig sind und ich vorhabe, in sie auch zu schreiben, Notizen zu machen etc.  Oder liegt es daran, dass ich jetzt ein paar Jahre auch ganz gut damit ausgekommen bin, keine Bücher zu kaufen?

Andererseits, was habe ich davon, wenn ich die 350 aufs Sparbuch lege und „fürs Alter“ neheme, wo ich ja eh nicht weiß, ob ich es erreiche bzw. ob ich da dann nicht dement bin?

Ich lasse es erstmal sacken – und richte mich für’s nächste Kochevent: Langosch über offenem Feuer für 50 Personen.