91 – Spekulation in Geist à la baisse und à la hausse (410-418)

von Bert

Tuzzi spricht auf einem Konzil Ulrich an – zieht schräge historische Analogien – Tuzzi ist mit der Aktivität seiner Frau nicht so richtig einverstanden – muss sich u.a. Diskussionen mit Diotima stellen – über Spekulationen à la baisse und à la hausse (von oben und von unten) – Ulrich verliert langsam die Abneigung gegen Tuzzi – beide kommen miteinander nicht gut ins Gespräch – gerade Tuzzi ist es der Abstand sucht – Ulrich macht sich so seine Gedanken über Tuzzi – Tuzzi will von Ulrich am Schluss wissen, warum Arnheim so lange schon da / dabei ist

Und ich finde, daß dies bezaubernd melancholisch ist, weil es eben voraussetzt, daß die Unzuverlässigkeit unserer höhern Kräfte uns den Weg zum Menschenfressen ebenso gangbar machte wie den zur Kritik der einen Vernunft. (414)

Pflichtschuldiges Gespräch zweier, die nicht miteinander können. Aber da sie beide voneinander wisse bzw. spüren, dass sie der ganzen Sache eher kritisch eingestellt sind, einigt sie dann doch etwas. Aber ein Gespräch will wirklich nicht aufkommen, denn sie sind in der Art grundverschieden. Während Ulrich mit teils spöttischen Anmerkungen versucht Stimmung zu machen, zieht sich Tuzzi immer weiter in sich selbst zurück, weil ihm das schon viel zu persönlich ist. Aber das Arnheim völlig überschätzt ist, darin sind beide sich zumindest einig.