Durch die Zeit

Monat: August, 2019

Berg & #489 & Hirsch

Da ich dieses Jahr – warum eigentlich? – kaum wandern war, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin zu meinem Lieblingsberg gewandert. Sehr gemächliches Tempo und eher nur so grob orientiert, wie ich laufen wollte. Führte natürlich dazu, dass ich etwas von der Richtung abgekommen bin und einige Kilometer zusätzlich unter den Sohlen hatte – aber da Sonne und genügend Brote und Tee dabei …

Unterwegs war so gut wie niemand, drei Wanderer habe ich auf knapp 20 km gezählt, und selbst am und auf dem Berg dann weite Ruhe, stilles Nichts, viel Sonne, viel Wind und viel, viel blauer Himmel.

2019-08-29 13.09.49

Auf einen der Felsen hochgekletter und erstmal die restlichen Brote gefuttert, bevor ich mir ein fast hüllenloses ‚Sonnenbad‘ (den Begriff habe ich übrigens von Franz Kafka) gönnte (aus Faulheit habe ich die fetten Wanderschuhe angelassen, da ist immer so schwer reinzukommen).

Der Kaffee in einer Art Berghütte wurde mir dann furchbar vor drei Prolls vergrault, die wirklich nur Bullshit von sich gaben und dabei meinten, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Sie haben Bierpreise auf dem Ballermann verglichen und sind zu dem Schluss gekommen, dass, wenn das Bier teurer ist, man auch besser feiern kann.

Ich bin dann einfach T. auf der Straße entgegengelaufen, der so nett war, mich mit dem Auto dort abzuholen (ja, man kann es sich auch einfach machen und da hin fahren!), weil er mich eh treffen wollte. Zuhause dann auf dem Balkon ist er dann mit seinem Thema rausgerückt, weswegen er mich vor zwei Wochen hat ’sitzen lassen‘.

Es ist echt meiner Tätigkeit in Verein 1 und der Lebenserfahrung geschuldet, dass zumindest mir recht schnell klar war, warum und wie der Schuh ihn drückt bzw. warum die Situation ihn so gekränkt hat. Aber da T. echt nicht auf den Kopf gefallen ist, ist er dann mit meinen Fragen schon selber darauf gekommen, was eine Verschiebung im bestehenden System alles auslösen kann. Die Umarmung zum Abschied war mehr als herzlich.

Jungs in seinem Alter haben ja immer Hunger (selbst ich soll es damals gehabt haben – für eine kurze Zeit) und da eine leise keimende Leidenschaft fürs Kochen bei ihm hochwächst, durfte er dann gleich noch seinen ersten (fast flambierten) Hirsch (aus der Keule) braten und die Beilagen machen (Röstkartoffeln, Mischgemüse (frisch), Pilze). Ich mag sein Gesicht, wenn er dann isst und Erstaunen sich abzeichnet , dass er das ja gekocht hat.

106 – Glaubt der moderne Mensch an Gott oder an den Chef der Weltfirma? Arnheims Unentschlossenheit (505-511)

Arnheim allein – denkt über das Wesen der Seele nach – sein Bedürfnis nach Eindeutigkeit – überzeugt, dass man auf Geld nicht verzichten kann – auf Vernunft und Moral könnte man dagegen „kühn“ verzichten

Denn Moral ersetzt die Seele durch Logik. (506)

Spannendes Kapitel, denn Arnheim streitet mit sich, was denn Überhand haben sollte: (kaufmännische) Vernunft oder Seele? Aber er kommt zu keiner wirklichen Antwort, denn weder Vernunft noch Seele sind auf Dauer und allgemeingültig sicher belastbar, da beides von vielen weiteren Faktoren abhängig ist. Wie also mit Diotima, um die es letztendlich geht, umgehen? Was ist das Richtige?

GT (24)

Letzte Woche haben wir für die Einstiegsgrunde knapp 90 Minuten gebraucht, heute dafür sind wir rekordverdächtig unterwegs und knacken die 25-Minuten-Marke. Die Wahl erfolgt arg schleppen und sehr uninteressiert – jedenfalls ich bin es.

Dann darf A. aufstellen, ich bekomme die Rolle eines Bildchirms (ok, schon etwas inhaltlich aufgeladen), und die Sache dümpelt so vor sich hin. Da nicht mein Thema, bin ich im Grunde arg gelangweilt, grinse mir aber einen ab, weil L. die „Sünde“ geben darf – im Grunde eine grandiose Fehlbesetzung und dann doch wieder nicht.

Noch fünf Stunden habe ich von der Krankenkasse und es gilt zu überlegen, weitermachen oder nicht.

Heute keinen Wein, heute Blumen.

Wohl an denn …

Im Vorfeld habe ich mir nicht überlegt oder ausgemalt, was mich heute an meinem letzten Arbeitstag in Job 1 erwarten könnte. Dass die Verabschiedung von den ‚KollegInnen‘ aber doch so schmal ausfiel, als würde ich mir ein, zwei Tage frei nehmen, hat mir dann doch etwas die Stimmung gedrückt. Über ein „Bis dann!“ ist niemand hinaus gekommen.

Hesse ist an dieser Stelle natürlich gefragt. Wer kennt es nicht, das Gedicht Stufen, in dem es um Abschied geht. Es wird ja immer gerne zitiert, wobei ich mich ja immer frage, ob jede/r dann die letzte Zeile so richtig bedacht hat, denn da heißt es ja: … Herz, nimm Abschied und gesunde. Das heißt, vorher muss es ja irgendwie krank gewesen sein.

105 – Hohe Liebende haben nichts zu lachen (501-505)

Arnheim träumt von Diotima – hat ihr einen Eintrag gemacht, um einem Ehebruch vorzubeugen – reden nur indirekt über Ehebruch, Scheidung etc. – sie zieht aber das Schweigen der Diskussion dieser Dinge vor

Es ist ja wahrscheinlich eine Eigenschaft der Liebe wie aller erhöhten Zustände ein leichter Beziehungswahn; überall, wohin Worte fielen, leuchtete ein vielbedeutender Sinn auf, trat wie ein verschleierter Gott hervor und löste ich in Schweigen auf. (504)

Wenn Liebende reden halt … Unerträglich, wenn man zuhören muss, süße Seeligkeit, wenn man es selber tut.

So gut wie perfekt

Aufstehen nach fast ausreichendem und guten Schlaf – Frühstück auf dem Balkon mit Krimilektüre – Spaziergang (ich) / Wanderung (mein Mann) (objektiv waren es 9,7 km) durch den Wald bei angenehmen Temperaturen – Kaffee mit elsässischer Marillentarte – komatöser Nachmittagsschlaf – Lektüren (3. Reich, Krimi, Musil) – Aperitif

20190825

Hähnchen mit Bohnen und Kartoffeln (griechischer Art, also Psito (wer’s kennt) – Wein – bald Tatort – dann Bett – dann letzte beide Arbeitstage in Job eins und zwei, da ab Mittwoch einfach Urlaub.

Lesen – # 487

Nach notwendigem Mittagsschlaf mit dem 3. Band einer Geschichte zum 3. Reich auf dem Balkon. Komplett übermüdet, wie ich trotz Mittagsschlaf war, und daher auch fröstelnd, ergab ich mich dann doch klamottemmäßig der Sonne. Dann kam mein Mann mit einem großen Tüte Ebereschenbeeren (=Vogelbeeren) zurück.  Daraufhin verbracht ich die nächsten drei Stunden vollkommen selbstvergssen mit dem Lesen dieser roten Dinger, während ich der ersten drei Folgen von CaimanClub hörte (was sehr empfehlenswert ist).

EWd-EUlA

104 – Rachel und Solimann auf dem Kriegspfad (495-501)

Rachel ist nicht mehr in Solimann sondern in Ulrich verschossen – kommt aber nicht auf die Idee, dass er es auch sein könnte – er beobachtet, wie Solimann Rachel eine von ihm geküßte Lilie vors Zimmer legt – als beide mal ohne Aufsicht sind, nehmen sie beide die Kutsche ins Hotel von Arnheim – es wird geknutscht – ihm Hotel will Solimann ihr seine Geburtsurkunde zeigen die davon zeugt, dass er von adliger Abstammung ist – durchsuchen seine Wäsche – Rachel merkt Parallelen zur Wäsche ihrer Herrin – kapiert, dass zwischen denen wohl etwas mehr passiert

In diesem Augenblick ergriff die schändliche Vermutung von Rachel Besitz, daß der Zusammenhang zwischen ihrer Herrin und Anrheim ein weniger geistiger sein könnte, als sie geglaubt habe. (500)

Solimann gibt den Macker und Angeber, um Rachel herumzubekommen – aber mehr als Küsse gibt’s nicht. Beim Durchwühlen der Sachen von Arnheim kapiert sie Zusammenhänge und verliert in gewisser Weise ihre Unschuld. Jedenfalls ist Solimann jetzt abgeschrieben, der das intuitiv kapiert.

Übergabe/n

In Job zwei erübrigt sich eine Übergabe, die anderen beiden machen ja das Gleiche wie ich, sie mussten nur ein paar Termine von mir übernehmen.

In Job eins ist es anders, da musste nun eine Sekretärin in das Aufgabengebiet eingearbeitet werden. Um hier aufzuzeigen, um welche komplexe Aufgabe es sich bei meiner Tätigkeit da handelt, sei gesagt: Die Übergabe und Einarbeitung der Kollegin dauerte 90 Minuten – und da war alles schon drei mal gesagt.

GT (23)

Die Einstiegsrunde mündete heute direkt in die Schlussrunde. Wie es mir scheinen will, haben alle in der letzten Woche einen großen Schritt gemacht. Selten so gehaltvolle und persönliche Berichte. Für alle, wie in der Schlussrunde betont, reiche Beute fürs Nachdenken.

Irgendwas ist ja immer....

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