97 – Clarissens geheimnisvolle Kräfte und Aufgaben (435-445)

von Bert

Clarisse alleine – denkt so vor sich hin – es tut ihr leid, dass sie Walter im quält – will kein Kind – stellt sich Schwangerschaft vor – ihr Vater hatte immer Angst vor Walter – erinnert sich an den sexuellen Missbrauch durch ihn – hat ein Muttermal in der Nähe der Leistenbeuge – nennt es „Auge des Teufels“ – an der Stelle ist der Vater nicht weitergegangen – hat eine jüngere Schwester Marion – die schon sehr früh sinnlich war – im Sommerurlaub im Schlafzimmer zusammen mit ihrer Schwester – der ein Jahr ältere fünfzehnjährige Georg macht sich zuerst an Marion, dann an Clarisse zu schaffen – hat Walter lange keine Annäherung, auch keine Küsse erlaubt – hat es auch jetzt nicht so mit dem Körperlichen – Brief mit Nieztsche-Jahr ist ihr jetzt peinlich – aber sie will mit Dulden und Gewährenlassen Schluss machen

Ein Mann ohne Eigenschaften kann natürlich auch nicht musikalisch sein Er kann aber auch nicht unmusikalisch sein? (435)

Clarisse denkt also so vor sich hin. Und das ist ein kleines Durcheinander. Es wird nicht ganz klar, ob sie nicht vielleicht auch vom Grunde aus ein wenig wirr ist. Es wird auch nicht klar, ob die sexuellen Belästigungen bzw. Missbräuche sie etwas arg vorsichtig und abständig gemacht hat. Jedenfalls widerspricht sie sich in vielen Dingen selbst, will und will doch nicht, sehnt sich und lehnt doch ab. Wie es scheint, hat sie außer Nietzsche und der Musik keine Begleitung, an die sie sich halten kann. Walter lehnt sie fast schon hartnäckig ab (ist aber ja mit ihm zusammen) und auch mit Ulrich hat sie einen nicht geklärten Beziehungsstatus.