Durch die Zeit

WMDEDGT 8/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann:

6:00 – Wecker und die morgendliche Routine sehr müde aber ohne Stress.
6:25 – Aufs nasse Fahrrad durch morgendliche Kühle mit Wind.
6:44 – Heute ist Job Nr. 2 dran und es gibt den Alltagskram lustlos zu bewältigen, alles weder besonders interessant noch besonders langweilig, kurz: Nix  bleibt als Erlebtes hängen.
15:34 – Aufs trockene Fahrrad durch die Sonne zurück.
16:00 – Nach einer Tasse Tee ein Nachmittagsschlafversuch von 25 Minunten – aber der Kopf will keine Ruhe geben und plant ein wichtiges Gespräch nächste Woche voraus.
16:30 – Am Rechner. Blog, flickr, instagram, eine neue Photoseite bis mir einfällt, ich sollte ja noch etwas für Verein 1 tun. Also tue ichs.
17:20 – Entdecke eine Mail von einer der beiden Personen, die ich am Samstag vor der Kamera hatte. So wie er sich in seinen zwei Blogs darstellt, scheinen Zwanghaftigkeit und eine leichte Verschrobenheit ihm eigen zu sein. Aber er will gerne wieder vor die Kamera.
17:55 – Die Küche ruft: Salate und ein paar Streifen Putenbrust soll es heute sein.
18:15 – Abendessen mit Quiz
19:00 – Am Computer ohne Ziel und mit ohne Verstand, die Zeit verfliegt und nichts ist getan.
20.45 – Geselle mich zu meinem Mann ins Wohnzimmer, schauen irgendwas im TV und ich halte mich tapfer an meinem Glas alkoholfreiem Bier fest.
22:15 – Mache mir noch Bergtee und gehe ins Bett, auch wenn ich weiß: Das mit dem Schlafen wird heut nix.

98 – Aus einem Staat, der an einem Sprachfehler zugrundegegangen ist (445-453)

Die Polizei veranstaltet eine Jubiläumsausstellung – Graf Leinsdorf ist mit Ulrich dort – auch Diotima und Mann kommen – der Polizeipräsident kennt sie alle – Bonadea ist ebenfalls mit Mann anwesend – sie hätte ihn gern zurück – will auch in die Parallelaktion und ist daher da um Diotima kennen zu lernen – widerwillig macht Ulrich die beiden bekannt – über die Themen des Tages – Geschäftigkeit aller Orten, wenn auch ohne Inhalte – nach wie vor rätseln alle um den Sinn und Ziel der Parallelaktion – aber alle wollen nach wie vor dabei sein – über die Probleme einer Doppelmonarchie – Leinsdorf Umgang damit

Seit Bestehen der Erde ist noch kein Wesen an einem Sprachfehler gestorben, aber man muß wohl hinzufügen, der österreichischen und ungarischen österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie widerfuhr es trotzdem, da sie an ihrer Unaussprechlichkeit zugrunde gegangen ist.

Alle rennen zur Ausstellung, weil alle denken, da passiert was Besonderes und als nichts passiert denken alle, da ist was im Geheimen passiert und das werden sie schon noch mitbekommen, Hauptsache ist, dabei gewesen zu sein.

Anton Weyrother

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