100 – General Stumm dringt in die Staatsbiblithek ein und sammelt Erfahrungen über Bibliothekare, Bibliotheksdiener und geistige Ordnung (459-465)

von Bert

Besuchte die Hofbibliothek – ist tief beeindruckt von der Masse von Büchern – hofft dort die Idee für Diotima zu finden – stellt sich dümmer als er ist und hofft auf die Hilfe des Bibliotheksdiener – darf ins Katalogzimmer – ist komplett überfordert – ein alter Diener eilt zur Hilfe, nachdem der Bibliotheksdiener die Flucht ergriffen hat – auch Diotima, wie der Diener verrät, war schon hier auf der Suche nach der Idee

Du kannst agen, man braucht nicht alle Bücher zu lesen. Ich werde dir darauf erwidern: Man braucht auch im Krieg nicht jeden einzelnen Soldaten zu töten, und doch ist jeder notwendig! Du wirst mir sagen: Auch jedes Buch ist notwendig. Aber siehst du, da stimmt schon etwas nicht, denn das ist nicht wahr; ich habe den Bibliothekar gefragt. (460)

Ja, Bibliotheken können überfordern, wie sie begeistern können. Stumm ist einfach nur überfordert, weil er wissenschaftliche gesehen kindlich-naiv ist. Andererseits begreift er aber in Ansätzen, dass die Ordnung einer Bibliothek ein System ist und er schlägt in Ansätzen am Ende des Kaptitels den Bogen zum Denken bzw. zur Erkenntnis, für die es ja auch Systeme gibt.