Sieben Herren bei Kaffee und Kuchen

von Bert

Ich kann mich gerade nicht erinnern – und bin gerade auch einfach zu faul zu suchen – ob ich hier schon erzählt habe, dass bei meinem Arbeitgeber eine Stelle frei geworden ist, auf die nicht nur mein Profil passt, sondern die ich auch gern haben würde wollen tu (irgendwie so).

Ende Juli also die schriftliche Bewerbung abgegeben (wobei ich mir zum ersten Mal  hab‘ helfen lassen), heute dann – ja, ja, so schnell kann das bei uns gehen – das Bewerbungsgespräch. Da eine reine Inhouse-Ausschreibung war die Konkurrenz übersichtlich, aber definitiv jünger als ich, schöner als ich und vorallem: weiblich.

Vom Profil her können mir aber beide nicht das Wasser reichen, denn sie haben beispielsweise zwar von Photoshop schon mal was gehört, auch von InDesign – aber noch nie eine Maus in diesen Programmen geschubst, während ich da schon Langstrecken hinter mir habe. Und so geht das bei so gut wie allen Anforderungen (OK, bei Kaffee kochen ziehen wir wieder gleich) – nur eine Verwaltungsausbildungen können die beiden im Gegensatz zu mir vorweisen.

Die  lezten Tage mich intensiv auf das Gespräch heute vorbereitet – ich wollte auf jede mögliche Frage eine gute Antwort haben und selbst auf kritische fiel mir einiges ein. Aber aufregend ist das dann doch immer und ich weiß, in der Hektik …

13:45 war ich als erster geladen und traute meinen Augen nicht. Da saß also der gesamte Personalausschuss nebst Hauptgeschäftsführer (HGF), nebst Personaler, nebst Personalratsvertreter … am Tisch bei Kaffee und Kuchen in gelöster Stimmung. Und während ein Kuchestück nach dem anderen in die wohlbeleibten Körper der Ausschussmitglieder verschwand, wurden ein paar Fragen an mich gerichtet, deren Antworten von mir aber sichtlich nur zwei oder drei der Anwesenden wirklich interessierten. Dennoch, ich habe mich, wie ich im Nachhinein fand, echt gut ‚verkauft‘.

Ich muss zugegeben, dass der HGF mir ein paar Fragen stellte, auf die ich einfach nur glänzen konnte, so dass ich die Vermtung hege, dass er mich wohl gerne auf der Stelle hätte. Denn kurze Zeit später bei einem Fototermin raunte er mir im Vorbeigehen noch zu: „Das haben wir aber gerade gut gemacht“.

Um aber jetzt die spannende Frage zu antworten, ob sich Euer Daumen drücken gelohnt hat – für das ich Euch sehr dankbar bin – so sei mitgetleilt: Ich will’s hoffen, denn ob ich die Stelle habe oder nicht … ich vermute, ich werd’s vielleicht morgen erfahren, oder übermorgen …. oder so.

Eilt ja auch nicht so, denn die Stelle war ja erst seit dem 1.8. zu besetzen.