119 – Kontermine und Verführung (616-624)

von Bert

Direktor Leo Fischel bei seiner Tochter Gerda im Zimmer – lästert etwas über Arnheim ab – Gerda will zu Ulrich – ist verwirrt – steht gerade zwischen Hans und Ulrich – besucht ihn mit Schleier (wie Bonadea) – duzt ihn – er beginnt sie verführerisch zu küssen – sie küsst erstmal leidenschaftlich zurück – fängt sich dann doch – beschuldigt dann Arnheim, Diotima nur zu benutzen, um an Erdölfelder zu kommen – er küsst dann doch lieber weiter – führt sie ins Schlafzimmer – landen im Bett – aber eher pflichtschuldig denn willig – als sie nackt im Bett liegen und Ulrich sich ihr nähert beginnt sie zu schreien – er interpretiert es als hysterischen Anfall – ist leicht überfordert – sie ziehen sich wieder an und trennen sich in unklarer Stimmung

Und auf einmal bemerkte Gerade, daß sie schrie. (622)

Auch bei den beiden war klar, dass so weit kommen muss. Aber es sind zwei komplett verschiedene Beweggründe, die sie jeweils ins Bett treiben. Ulrich hier einfach nur als ein Schwerenöter, der halt mal wieder Lust auf eine Frau hat und Gerda andererseits, die ihre Liebe zu Ulrich auf die Probe stellen will und ihm ihren erste Sex schenken will. Bekommt dann aber schon rechtzeitig mit, dass das nicht stimmt und beginnt in ihrer Seelennot einfach zu schreien, weil sie es (noch) nicht wirklich artikulieren kann. Die Situation können sie beide nicht klären. Ein Ausprobieren von beiden Seiten – hat halt nicht geklappt, aber wer kennt das nicht?