Durch die Zeit

Moderne Zeiten

Und ich kanns irgendwie auch genießen. Zu Beginn meiner Beziehung mit meinem jetzigen Mann hätte man die Jahresteebestellung möglicherweise erst frühestenes morgen abschicken können, wenn man dann die Briefmarke für die Bestellkarte gekauft hätte, falls man keine zur Hand gehabt hätte. Heute ist es ein Formular im Internet.

Genauso für ein Teil – Gott ist mir das peinlich – dass ich auf dem gleichen Weg heute für ein paar Euros bestellt habe.

Und als A. heute Abend fragte, ob ich ihm was zum Lesen empfehlen könnte … bißchen Darknet, bisschen Dropbox, bisschen Mail – und bevor er zu Hause angekommen ist (ok, da braucht er zwei Stunden dafür) hat er alles.

Ich schimpfe nicht darüber.

121 – Die Aussprache (634-647)

Ulrich zu Diotima – die nicht da, aber Arnheim – das Gespräch kommt nur schleppend in Gang – Arnheim äußert höflich Kritik an Ulrichs Meinungen – da muss er als Machtmensch dagegenhalten – man diskutiert den „perforierte[n] Ernst“ – man kommt auf Moosbrugger – Arnheim gibt zu, ihn für sich gewinnen zu wollen, weil der jetzige Zustand ihn kränkt – Ulrich greift ihn aber wegen Diotima an – Arnheim kontert und bietet ihm an, bei ihm in die Firma einzutreten – und zwar als seinen Generalsekretär – Ulrich konfrontiert Arnheim mit den Gerüchten, die über ihn im Umlauf sind – spielt mit dem Gedanken zuzusagen – verabschiedet sich dann aber schnell

Ich [Ulrich] könnte mich natürlich darauf ausreden, daß ich in einer falsch eingerichteten Welt gar nicht so handeln darf, wie es mir recht vorkommt … . (636)

Arnheim nutzt den Zufall und will Ulrich gewogen stimmen. Da er zwar ein Denkender ist, aber in erster Linie dann doch Kapitalist, versucht er es über wohlüberlegte Gedanken, will ihn dann aber letztendlich doch einfach nur kaufen. Ulrich ist dem gar nicht mal so abgeneigt, denn er ist sich mal wieder unsicher, wo er denn eigentlich steht und ob er das, was er Gesprochen hat, immer noch vertreten kann. Auf der einen Seite als der Kapitalist mit dem Wissen um die Regeln der Wirtschaft und die Freiheit damit umzugehen, auf der anderen Seite ein unsicherer Grübler, der die Welt vollumfänglich hinterfragt und sich selbst damit den Boden unter den Füßen wegzieht.

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