121 – Die Aussprache (634-647)

von Bert

Ulrich zu Diotima – die nicht da, aber Arnheim – das Gespräch kommt nur schleppend in Gang – Arnheim äußert höflich Kritik an Ulrichs Meinungen – da muss er als Machtmensch dagegenhalten – man diskutiert den „perforierte[n] Ernst“ – man kommt auf Moosbrugger – Arnheim gibt zu, ihn für sich gewinnen zu wollen, weil der jetzige Zustand ihn kränkt – Ulrich greift ihn aber wegen Diotima an – Arnheim kontert und bietet ihm an, bei ihm in die Firma einzutreten – und zwar als seinen Generalsekretär – Ulrich konfrontiert Arnheim mit den Gerüchten, die über ihn im Umlauf sind – spielt mit dem Gedanken zuzusagen – verabschiedet sich dann aber schnell

Ich [Ulrich] könnte mich natürlich darauf ausreden, daß ich in einer falsch eingerichteten Welt gar nicht so handeln darf, wie es mir recht vorkommt … . (636)

Arnheim nutzt den Zufall und will Ulrich gewogen stimmen. Da er zwar ein Denkender ist, aber in erster Linie dann doch Kapitalist, versucht er es über wohlüberlegte Gedanken, will ihn dann aber letztendlich doch einfach nur kaufen. Ulrich ist dem gar nicht mal so abgeneigt, denn er ist sich mal wieder unsicher, wo er denn eigentlich steht und ob er das, was er Gesprochen hat, immer noch vertreten kann. Auf der einen Seite als der Kapitalist mit dem Wissen um die Regeln der Wirtschaft und die Freiheit damit umzugehen, auf der anderen Seite ein unsicherer Grübler, der die Welt vollumfänglich hinterfragt und sich selbst damit den Boden unter den Füßen wegzieht.