Durch die Zeit

Wie weit geht Toleranz?

Heute Abend immer mal wieder überlegt, was ich denn heute bloggen könnte. Einfach ein normaler Tag, nix wirklich Tolles, nix wirklich Schlechtes? Alles so in der Mitte. Aber trotzdem ok, einfach mal eben ruhig und quasi fast schon ausgeglichen.

Bis gerade eben.

Da rief H. an. Verein 1. Sie hat gerade Dienst. Aber der Computer, die Vorgängerin hätte sich nicht abgemeldet und jetzt wisse sie nicht, wie sie sich abmelden könne. OK, noch eine einfach Übung ihr zu erkären, abmelden ist abmelden, egal unter welchen Namen. Aber, so sie, das ginge nicht, weil die Fläche weg wäre, also der Button. OK, der fand sich dann doch wieder oben rechts, war also nicht gewandert. Aber vom System schien sie un/freiwillig abgemeldet worden sein – das passiert. Bloß wie minimiert man nen Task? Wo findet man links – das andere rechtes – oben ein Icon – „Ich sehe da nur bunte Dinger“ – und wie klickt man mit der Maus?

OK, H. ist 70+ und sicher in diesen Dingen nicht ’native‘ – aber rechts, oben, unten und links? Und blau auf weiß?

Ich geb’s zu. Wenn diese Basics fehlen, dann hört meine Toleranz echt schnell auf. Da bin ich vielleicht echt ungerecht und es tut mir auch etwas leid, dass ich H. dann – siehe gestern – etwas despotisch auf „ja“ und „nein“ reduzierte, aber was interessiert mich in der Situation, dass der weiße Pfeil auf blauem Grund, ne, blauer Pfeil auf weißem Grund nach rechts zeigt, nein, nach links, nein, irgendwie in beide Richtungen, was sie daran erinnert, dass beide Richtungen nicht gut sind im Wanderurlau, aber das Tirol im Gegensatz zum Bayern fiel schöner sein, vorallem, wenn man dieses eine Hotel …

2 – Vertrauen (676-686)

Hatte gar keine Migräne, war nur faul – auch sie ist vom Tod des Vaters nicht erschüttert – wird sich von ihrem Mann trennen – ist schon seit zwei Wochen da – versucht sich an ihren Mann zu erinnern – ein Grund für die Trennung ist nicht zu erkennen – Scheidungsmodalitäten – Hagauer kommt erst zum Begräbnis – sie will, dass er dann im Hotel übernachtet – es gab damals keinen Grund, Hagauer zu heiraten – über die Rolle der Geschlechter in Beziehungen (und das ist nicht gleichberechtigt) – Ulrich sucht nach Begründung der Trennung – sie argumentiert, man kann auch ohne Liebhaber durchbrennen – er gesteht es ihr zu

„Eigentlich ist alles das entsetzlich!“ sagte Agathe.

„Ja“ meinte Ulrich. „Und man weiß so wenig davon.“ (678)

Erstes Aufeinandertreffen der Geschwister. Man versteht sich überraschend gut, auch wenn Agathe mit ihren Themen etwas vorprescht und es scheinen will, als suche sie Bestätigung ihrer Entscheidung durch Ulrich. Der ist etwas zurückhaltend und entdeckt brüderliche Gefühle und Haltungen, ist sich aber in sich total unsicher. Beide reden viel über ihre Beziehung, wobei es Ulrich verdammt schwer fällt, ihre Entscheidung nachzuvollziehen. Vor allem, weil sie total konsequent, auf alles verzichtet und kein Kapital aus der Scheidung schlagen will, was damals eh nicht gegangen wäre, denn sie wäre ja schuldig geschieden worden. Der Tod des Vaters geht beide so gut wie nicht nahe, es ist halt passiert, wie so vieles an einem Tag.

Anton Weyrother

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