2 – Vertrauen (676-686)

von Bert

Hatte gar keine Migräne, war nur faul – auch sie ist vom Tod des Vaters nicht erschüttert – wird sich von ihrem Mann trennen – ist schon seit zwei Wochen da – versucht sich an ihren Mann zu erinnern – ein Grund für die Trennung ist nicht zu erkennen – Scheidungsmodalitäten – Hagauer kommt erst zum Begräbnis – sie will, dass er dann im Hotel übernachtet – es gab damals keinen Grund, Hagauer zu heiraten – über die Rolle der Geschlechter in Beziehungen (und das ist nicht gleichberechtigt) – Ulrich sucht nach Begründung der Trennung – sie argumentiert, man kann auch ohne Liebhaber durchbrennen – er gesteht es ihr zu

„Eigentlich ist alles das entsetzlich!“ sagte Agathe.

„Ja“ meinte Ulrich. „Und man weiß so wenig davon.“ (678)

Erstes Aufeinandertreffen der Geschwister. Man versteht sich überraschend gut, auch wenn Agathe mit ihren Themen etwas vorprescht und es scheinen will, als suche sie Bestätigung ihrer Entscheidung durch Ulrich. Der ist etwas zurückhaltend und entdeckt brüderliche Gefühle und Haltungen, ist sich aber in sich total unsicher. Beide reden viel über ihre Beziehung, wobei es Ulrich verdammt schwer fällt, ihre Entscheidung nachzuvollziehen. Vor allem, weil sie total konsequent, auf alles verzichtet und kein Kapital aus der Scheidung schlagen will, was damals eh nicht gegangen wäre, denn sie wäre ja schuldig geschieden worden. Der Tod des Vaters geht beide so gut wie nicht nahe, es ist halt passiert, wie so vieles an einem Tag.