Durch die Zeit

Monat: Dezember, 2019

Phantomsandkorn

vormittag | Zusammen mit dem Mann auf dem Markt und dauernd mit der Hand am tränenden Auge, muss wohl was reingekommen sein.

mittag | Dann doch mal in den ärztlichen Bereitschaftsdienst wegen des Auges, der findet aber nix und gibt mir ne Einweisung in die Augenklinik für den Abend.

nachmittag | Nahezu kommentöser langer Mittagsschlaf, danach tun mit die Beinmuskeln vor Entspannung richtig weh. Das Auge tränt immerhin nicht mehr, fühlt sich jetzt nur noch etwas entzündet an.

früher abend | Beschließe nicht nochmal in die Klinik zu gehen, das Auge ist zwar nicht richtig gut, aber nicht mehr so heftig wie morgen. Da wir vor lauter Essenseinladungen vergessen haben, für heute etwas einzukaufen, gibt es ’nur‘ Spiegelei.

Führende Null

nacht | Alle Versuche, den Dauertraum in eine postive Richtung zu lenken, misslingen.

vormittag & nachmittag | Da es nix zu tun gibt, erarbeite ich eine idiotensichere Excelmaske für Auszahlungsanweisungen – was gar nicht so einfach ist und richtig Spaß macht. Wusstet ihr schon, dass es keine Funktion gibt, die eine Ziffernfolge in einer Zelle auf verschiedene Zellen aufteilen kann, wenn die Ziffernfolge mit 0 beginnt?

abend | Kochen erstmal, also das, was noch getan werden muss, der Mann war über Tag schon fleißig: Lachstatar – Tafelspitz – Panna Cotta. Dann P. & S. zum Abendessen.

18 – Schwierigkeiten eines Moralisten beim Schreiben eines Briefs (821-827)

Ulrich schreibt Agathe einen Brief – Überlegungen – darf sie das Testament fälschen?

…  „Tu!“ und „Tu nicht!“ … (823)

Genau darüber kann man sehr, sehr lange nachdenken und schreiben.

Für A.

nacht | Kurz vor vier ist für mich die Nacht endgültig rum. Bis sechs verbringe ich sie im Bett mit einer Philippika nach der anderen gegen den Vorstandsvorsitzenden von Verein 1. Um sechs beschließe ich liegen zu bleiben und mich krank zu melden.

vormittag | Das Protokoll von gestern hat dann doch die Länge von sechs Zeilen und einen kleinen Seitenhieb kann ich mir nicht verkneifen. Mir egal, ob das dann rausfällt oder nicht. Telefoniere mit A. die ins Krankenhaus musste. Sie ist dennoch guter Dinge, kommt morgen wieder raus und will mich lieber dann sehen. Ansonsten Lektüre und Schubert.

nachmittag | Wärmflasche, Lektüren, Schubert.

abend | Lektüren, Badewanne, kein Schubert sondern irgendwas im Fernsehen.

# 513 – Der anonyme Leser

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heute

vormittags | Ich nehme mir ein Herz und wälze Fachliteratur, surfe im Internet, versuche zu kapieren, probiere aus, lese Hilfsseiten … jetzt sind alle aktuellen Durckprofile geladen und ich hab verstanden, um was es geht.

mittags | Teambildungsmaßnahme der Abteilung. D.h. für jede/n 2 x Glühwein und 1 x Apfelstrudel-Vanille-Likör (oder so) auf dem nahen Weihnachtsmarkt.

nachmittags | Wie sitze ich am besten hinter dem Schreibtisch, dass es so aussieht, als würde ich etwas tun, aber ich in Wahrheit schlafe?

früher abend | Vorstandssitzung Verein 1. Sollen wir umziehen oder doch nicht? Nach knapp eineinhalb Stunden platzt mir aber sowas der Kragen – OK, ich gebe zu, ich bin da gerade arg sensibilisert – und bezichtige den Vorsitzenden als „Zeitvernichter“ . Andere Argumente nicht wirklich gelten lassen und seine eigenen immer und immer wieder zu wiederholen halte ich nämlich definitv nicht für zielführend. Dann beschwere ich mich noch auf das heftigste, dass ich es fast schon als persönliche Beleidigung ansehe, dass mir als Schatzmeister für die Vorstellung des Haushaltes notmäßig dann noch gerade fünf Minuten eingeräumt werden. Es sind dann doch immerhin sieben Minuten die ich für knapp 250.000 Euro bekome, die ich darauf verwende um a) klar zu machen, dass der Vorstand für den Haushalt mit dem eigenen Privatvermögen haftet und b) drei Posten – aus Zeitgründen versteht sich – nicht erläutere und so der Geschäftsführung und mir finanziellen Spielraum ermögliche.

abend | Die Stimmung beim sich anschließenden Weihnachtsessen (gleiches Restaurant wie gestern, gleicher Tisch) ist dementsprechend – lockert sich aber nach den ersten Gläsern Wein etwas. Meine Hauptfrage: Macht mir Beisitzer D., der immer nur zum Weihnachtsessen kommt, nun schöne Augen oder bilde ich mir das nur ein?

10.12.

nachts | Träumend fahre ich Rad und falle immer und immer wieder bei hohem Tempo ohne erklärlichen Grund runter. Nach dem mir das zu bunt ist, lese ich den Rest der Nacht, ebenfalls träumend, ein extrem schweres Buch zu Ende. Dementsprechend fitt stehe ich auch.

vormittags | Kaum was zu tun, hübsche unsre Homepage auf und warte auf die IT, die mir noch was einrichten muss, damit ich bei einer Kleinigkeit weiterarbeiten kann.

nachmittags | B. und ich versuchen herauszufinden, woran es liegt, dass das pdf aus ID nicht die Größe hat, die es haben soll. Scheint am Export zu liegen, also drucken wir es als pdf – dann passt es. Nun stimmt aber angeblich das Farbprofil nicht mehr, obwohl  es hinterlegt ist. Wir finden auch niemand auf die Schnelle der uns helfen kann, geben aber dann doch mutig die Druckfreigabe, es geht ja nur um 100 Flyer.

früher abend | Weihnachtsessen der Stabsstellen. Wie das so ist: Langer Tisch in lauter Kneipe. Ich komme eher unglücklich zum sitzen, ein Gespräch will einfach nicht aufkommen, dass Essen ist überraschend mäßig und wenig (die Berichte verlauteten da anders), der Wein ordentlich, wenn auch für die Qualität wieder enorm teuer. Dann kommt noch so was wie Migräne hinzu und ich kämpfe noch eine Viertelstunde und gehe dann doch.

abend | Noch’n Rezept für die Kollegen aufschreiben, Haushalt für Verein 1 für morgen fertig machen, ansonsten in Wohlfühlklamotten doof aus der Wäsche schauen.

17 – Diotima hat ihre Lektüre gewechselt (810-821)

Diotima ist krank – Ulrich besucht sie in ihrem Schlafzimmer – sie hat Menstruationskrämpfe – Geplauder – über die Tat – Introspektionen zum Thema Liebe – sie denkt viel an Arnheim – Ulrich vermutet derweil, dass Diotima schwanger ist – ist sie aber nicht – beide versinken in eigene Gedanken – bis Rachelle sie daraus erschreckt – er kündigt an, seine Sekretärsstelle niederzulegen – sie spricht ihn auf Bonadea an – weiß von seinem Verhältnis

Kann man denn das Problem der Liebe lösen, indem man sich scheiden läßt oder heiratet? (815)

Kurz zusammengefasst: ein Kapitel über die Frage, ob Ehebruch OK ist oder nicht. In der moralinsauren Zeit von damals eine eher brisante Frage, gerade in so einem ‚ernsten‘ Buch wie dem hier. Beide Protagonisten verkörpern verschiedene Sichtweisen, wobei beide ihre Zweifel an der eigenen Sichtweise haben, so dass bspw. Diotima wegen Arnheim durchaus einen Ehebruch u.U. in Erwägung ziehen könnte.

Schnipsel

  • Als ich das erste Mal nachts aufwache weiß ich nicht, wie lange ich schon geschlafen habe. Lange, wie der Wecker mir anzeigt. Wann gab es das das letzte mal?
  • Wieder mal ein Mann im Traum (zusammengesetzt aus mir bekannten), der mich mit seinem dicken Ständer bedrängt.
  • Nervige Fehlersuche, warum der Export aus ID immer in ein fehlerhaftes Format führt. Muss das morgen mit der Kollegin nochmals durchgehen – falls die nicht auch noch krank wird.
  • Ich bin schwul – daher darf ich ohne rot zu werden Seide auf der Haut tragen. Gerade ein Schnäppchen geschossen.
  • Die App, mit der mein Mann und ich seit über ienem Jahr unsere Einkäufe managen (echt nicht unübel das Ding) vermeldet heute die Jahresstatistik. Demnach geht mein Mann öfters einkaufen als ich (glaub ich nicht!!!) und auf Platz ein, was ich am meisten kaufe steht: Weißwein. Platz zwei: Salat und Platz drei: Radieschen . Ich lasse das mal unkommentiert.

3.253 Schritte

Fauler Tag. Na ja, immerhin zehn Hemden gebügelt, zwei Rechnungen bezahlt und ein paar Seiten im Thukydides geschafft. Das geht leider nur mit Internet, denn wo diese antiken Völker und Städte genau lagen — ich weiß das einfach nicht, aber finde es aber schon wichtig zu wissen, wo das in etwa ist, wenn die da dauernd Krieg führen. Bin leicht überrascht, dass der Text, immerhin 2.400 Jahre alt, bei mir ankommt.

Im Radio heute morgen wieder Nele Neunmalklug-Besserwisser gehört, die auf ihre unsägliche Art, jeden Sonntag ein Buch vorstellt. Ich wollte dann doch wissen, über was sie ihr Geschwätz da gegossen hatte: George Eliot: Middelmarch. Gleich bestellt als ich nachlas, dass es ein der wichtisten britischen Romane ist. Und ab 1.000 Seiten aufwärts bin ich ja eh immer dabei.

 

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