26 – Frühling im Gemüsegarten (909-929)

von Bert

Clarisse im Gespräch mit Walter – man wartet immer noch auf die Genehmigung, Moosbrugger besuchen zu können – heiße Diskussion – reden aber aneinander vorbei – jede/r will überzeugen – sie mit Meingast ab in den Garten – Walter sucht Hilfe bei Agathes Bruder Siegmund – derweil Clarisse und Meingast das Thema ‚Wert‘ haben – dann ist Sex dran – Agathe stellt mal wieder die Sinnfrage – Meingast hat Probleme ihr zu folgen –

Nach deinem Blut ist natürlich Eigentlich immer Eigentlich nicht! (913)

Das wohl längste Kapitel bisher? Clarisse überfordert im Grunde alle. Keiner weiß sie richtig zu nehmen, was sie dann um so mehr antreibt, die anderen sie erst recht nicht verstehen … und so weiter. Walter hat eh keine Idee mehr, Meingast ist nun auch überfordert nur Siegmund stellt in den Raum, ob sie nicht, wie alle Frauen angeblich, „von dem gleichen Punkt aus zu kurieren“ sei. (Wer seinen Goethe nicht kennt, das ist Mephistopheles der Faust empfiehlt, Frauen einfach flach zu legen und Sex mit ihnen zu haben, dann würden sie schon parieren.) Aber da kennt er die Meinung Clarisse nicht, die Sex weitestgehend ablehnt, weil sie nicht als Lustobjekt gesehen werden will, wie sie, als missbrauchtes Kind, am eigenen Leib ja schon erfahren hat. Extrem verfahrene Situation also für die vier, dazu kommt noch die eigenen Unsicherheit, also genug Stoff für eine Sprengladung.