Ja was denn?

von Bert

Zur Zeit weiß ich gar nicht so richtig, was ich hier bloggen soll. Im Alltag ist – was gut ist – eher wenig los. Keine richtigen Aufreger, alles plätschert so vor sich hin.

Die intrapsychischen Prozesse sind nach wie vor im Gang, aber das irrlichtert mehr, als dass ich da konkret was dazu schreiben könnte. Und meine Alpträume stehen in einem extra Dokument, die muss ich hier niemanden zumuten.

Immerhin heute mal einen Termin mit einer Ärztin ausgemacht, die mir jemand aus der Therapiegruppe empfohlen hat. Anfang Februar schaue ich sie mir an in der Hoffnung, dass ich „mit ihr kann“. Denn ich brauch‘ jemand, der mir einen guten Rhea-Antrag stellt – und einen Hausarzt / eine Hauszärztin zu haben ist ja auch nicht falsch. (Meine ehemaliger hat es ja vorgezogen, Expeditionsschiffsarzt zu werden.)

Oder sollte ich mir auch so ein Spielzeug anschaffen?

Jedenfalls schiebe ich heute nach ein paar Monaten Pause mal wieder einen Nachtdienst und komm so auf den ein oder anderen Alptraum rum.

Und der Hölderlin ist heute gekommen. Vielleicht doch mal alle seine Briefe lesen? Die an Neuffer las ich ja als Student mit Begeisterung. Damals war halt der Freundschaftskult hoch im Kurs. Da wimmelte es nur so von „Herzen“ und „Busen“ und „Armen“ und „Seelen“. Klang ganz schön schwul – kein Wunder, dass ich mich damals darauf gestürzt habe. Hölderlin als Coming-out-Helfer – das hätte er sich auch nicht gedacht.