Weiterbildungsurlaub – Tag 2

von Bert

Geschickt, wie ich manchmal sein kann, habe ich mir meinen Platz nicht nur in Nähe zu N. ausgesucht, sondern auch so, dass ich ohne große Verrenkungen nach draußen schauen kann. Das ist immer dann wichtig in Seminaren, wenn’s langweilig wird. So richtig ist das alles echt nicht, aber ich führe dann doch eine Strichliste, wer so am Fenster vorbei läuft. Es sind mehrheitlich Frauen, die von links nach rechts gehen. Manch Erkenntnisse kann man einfach aus so stehen lassen.

Die theoretische Einheit zur destruktiven bzw. konstruktiver Konfliktbewältigung ist richtig gut. Danach wieder Kleingruppen. Langsam gehen uns die Konflikete aus.

In der Mittagspause okkupiere ich einen leeren Nebenraum, mache es mir auf dem einzigen Sessel bequem und schlafe ein. Irgendwann bemerkt man in der Runde, dass ich fehle, da erinnert sich eine Trainerin an mich und kommt mich wecken.

Den Nachmittag arbeiten wir uns an Listen mit Gefühlen und Bedürfnissen ab. Wirklich schöne Übung zu Schluss, mal ein paar Lieblingsbeschäftigungen mit den damit befriedigten Bedürfnissen zu versehen. Bisschen viel „Alleinsein“ bei mir stelle ich dann doch fest, trage dann aber „Kochen“ vor, was immerhin eine soziale Komponente hat.

Muss dann früher los, bin auf dem runden Geburtstag beim Ex-Chef dann noch im Literaturkreis. Später zu Hause üben mein Mann und ich uns dann noch in der destruktiven Konflitbewältigung … eine Übungseinheit, die es nicht mehr gebraucht hätte.